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Anreiz- und Prämiensysteme für Schulen

 

Warum Anreiz- oder Prämiensysteme?

 

Bei Prämiensystemen können Schulen einen Teil der eingesparten Energiekosten für schulische Zwecke oder für Energie sparende oder zumindest ökologische Investitionen und Projekte in der Schule verwenden. Die Gewinnaufteilung differiert je nach Modell stark. Die Schulen erhalten in der Regel zwischen 25 und 50 Prozent der Kosteneinsparungen als Prämie. Diese Prämiensysteme funktionieren gut, wenn die Schulträger über ein funktionierendes Energiemanagement sowie über Know-how zur Berechnung der Prämien verfügen. Am bekanntesten ist das Modell fifty/fifty, z.B. in Hamburg oder Berlin mit langjähriger Tradition.

Die Beteiligung an Einsparerfolgen schafft eine dauerhafte Motivation für Klimaschutzprojekte an Schulen.

 
 
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Was tun bei fehlendem Energiecontrolling

 

Als problematisch für die Einführung von Prämienmodellen, die auf tatsächlichen Energieverbräuchen basieren, erweist sich ein fehlendes Energiecontrolling oder mangelnde personelle Kapazitäten für die jährlichen Berechnungen. Hier ist die Einführung eines „pädagogischen Prämiensystems“ sinnvoll. Das Modell orientiert sich nicht an den tatsächlichen Verbrauchseinsparungen in den Schulen, sondern an den Projektaktivitäten. Von Seiten des Schulträgers wird damit vor allem die pädagogische Arbeit an den Schulen honoriert.

 
 
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Abfrage von Energiespar-
aktivitäten

 

Mit Hilfe eines Fragebogens werden jedes Jahr die Energiespar-Aktivitäten in den Schulen abgefragt. Mögliche Indikatoren können z. B. ein aktueller Beschluss der Gesamtlehrerkonferenz zum Energiesparprojekt, ein aktives E-Team, die Durchführung von Aktionen, Energiemanager in den Klassen und die Markierung von Lichtschaltern und Fenstergriffen sein. Für die Einbindung der Energiesparthematik in spezielle Veranstaltungen wie Schulfeste, pädagogische Tage u.ä. können zusätzliche Bonuspunkte vergeben werden. Die ausgefüllten Fragebögen werden zusammen mit einem Projektbericht eingereicht. Die Schulen erhalten für die erfüllten Indikatoren Punkte. Je nach Punktzahl werden, unter Berücksichtigung der Schülerzahlen der einzelnen Schulen, nach einem festgelegten Schlüssel Prämien ausgezahlt . So könnten beispielsweise kleinere Grundschulen bis zu 500 Euro und größere Gymnasien bis zu 2000 Euro Prämie erhalten. Diese Auszahlungen entsprechen in etwa Prämien bei nutzerbedingten Einsparungen von 5 Prozent.

 
 
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Erste Erfahrungen in Heidelberg und Ludwigshafen

 

Erste Erfahrungen mit pädagogischen Prämienmodellen wurden in Heidelberg gesammelt. Zum Schuljahr 2002/2003 wurde den Schulen das pädagogische Prämienmodell vorgestellt und eingeführt. Über die Bewertung der pädagogischen Aktivitäten hinaus wurde auch die Verbrauchsentwicklung betrachtet. Als positiv hat sich herausgestellt, dass die Schulen nicht versucht haben, Aktivitäten vorzutäuschen, was beim Ausfüllen des Fragebogens zumindest möglich gewesen wäre. Vielmehr wurde die eigene Arbeit realistisch eingeschätzt.

Auch in Ludwigshafen am Rhein wurde das pädagogische Prämiensystem im Rahmen des Klimaschutzprojektes für Ludwigshafener Schulen eingeführt. Erste Erfahrung bei der Umsetzung finden Sie hier.

 
 
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Ansprechpartner

 

Lothar Eisenmann (06221/ 4767-52; lothar.eisenmann@ifeu.de)

 
 
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 Druckversion  Link zu dieser Seite versenden Letzte Änderung: 11. 04. 2014

 

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