Positive Umweltbilanz des Fernlinienbusverkehrs

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Steht eine Reise innerhalb Deutschlands an, sollte der Fernlinienbus aus Umweltsicht in die engere Wahl kommen: So schneidet der Fernlinienbusverkehr derzeit bei allen in einer Kurzanalyse von ifeu betrachteten Umweltkennzahlen insbesondere aufgrund der modernen Fahrzeugflotte und der hohen mittleren Auslastung am besten ab. Die Bahn im Fernverkehr erreicht durch den hohen Elektroanteil ebenfalls eine gute Umweltbilanz. Pkw und Flugzeug sind in der Umweltbewertung abgeschlagen.

In  der Analyse hat das ifeu, basierend auf Daten des Umweltbundesamtes, von FlixBus und Umfrageergebnissen des IGES-Instituts, einen Vergleich von Pkw, Bahn, Bus und Flugzeug für Fernreisen innerhalb Deutschlands durchgeführt. Dabei wurden zum einen für durchschnittliche Nutzungen die Umweltkennzahlen verglichen, zum anderen ausgewählte konkrete Relationen analysiert.

Zudem wurde auf der Basis von Passagierbefragungen der Fernlinienbusse, die aufzeigen, welche Verkehrsmittel die Passagiere genutzt hätten ohne den Fernlinienbus, das Minderungspotenzial des Fernlinienbusverkehrs abgeschätzt.

Dabei liegen aktuell die CO2-Emissionen für eine Person, die in einem durchschnittlichen Fahrzeug bei mittlerer Auslastung einen Kilometer weit befördert wird, für den Fernlinienbus bei ca. 20% der Pkw und 25% der Bahn. Hauptgrund für das gute Abschneiden des Fernlinienbusses ist dabei die hohe mittlere Auslastung von 62 % (Bahn im Fernverkehr 52 %, Pkw im Fernverkehr 1,64 Personen je Fahrzeug). Auf konkreten Relationen ändert sich die Reihenfolge der Verkehrsmittel in der Regel nicht, auf einzelnen Verbindungen (z.B. Freiburg-Friedrichshafen) vergrößert sich jedoch der Vorteil des Fernlinienbusses gegenüber der Bahn. Dabei profitiert der Bus vom engmaschigen Straßennetz; die Bahn verliert, wenn Dieselfahrzeuge eingesetzt werden.

Umweltbilanzierung Fernlinienbus, Ergbnisbericht (pdf 2 MB)

ifeu Pressemeldung (pdf 484 KB)