0,15 µg Stickstoffdioxid (NO2) pro m3

Zusatzbelastung in der Umgebungsluft durch das Heizkraftwerk der Stadtwerke München (SWM) in München-Freimann am maximalen Immissionsort

Verteilung der Jahresimmissions-zusatzbelastung mit Stickstoffdioxid (NO2) – HKW Freimann (zum Vergrößern bitte anklicken)

 

Das entspricht 0,38 % des Grenzwerts der 39. BImSchV von 40 µg/m3 im Jahresmittel und stellt laut TA Luft (Technische Anleitung Luft) eine irrelevante Zusatzbelastung dar. An vielbefahrenen Straßen in München werden die Immissionswerte der 39. BImSchV derzeit deutlich überschritten. Für die Gasturbine wurde von SWM Antragsteller ein Emissionswert von 50 mg/m3 Abgas im Normzustand beantragt, der 17% kleiner ist als der Emissionsgrenzwert. Die geringe Zusatzbelastung in der Umgebungsluft ist deshalb zulässig. Im Erörterungstermin vor der Genehmigungsbehörde (Regierung von Oberbayern) am 27.06.2017 wurden die Ergebnisse mit Einwendern diskutiert.

Umweltverträglichkeitsuntersuchung zum Austausch der Gasturbinen am HKW München-Freimann

Im Auftrag der Stadtwerke München (SWM) erstellten die ifeu-Wissenschaftler Bernd Franke und Benedikt Kauertz die Umweltverträglichkeitsuntersuchung und das fachtechnische Gutachten zur Luftreinhaltung im Genehmigungsverfahren für den Austausch der Gasturbinen am Standort des Heizkraftwerks München-Freimann. Im Fokus der Untersuchung standen die Stickoxidemissionen der zwei Gasturbinen (2×145 MW Feuerungswärmeleistung) und zwei Heißwasserkessel (je 131 MW). Bei ganzjähriger Volllast und Ausschöpfung der beantragten Emissionswerte liegt die Jahresfracht bei 662 t NOX pro Jahr.

Die Grafik zeigt die Messwerte von Stickstoffdioxid (NO2) in München 2016 mit den maximalen Zusatzbelastungen durch NOX-Emissionen des HKW Freimann und des HKW Nord.

Vergleich der Messwerte von Stickstoffdioxid (NO2) in München 2016 mit den maximalen Zusatzbelastungen durch NOX-Emissionen des HKW Freimann und des HKW Nord