URMOD

Mit ProgRess I und II hat sich Deutschland konkrete Ziele zur Ressourceneffizienz in 2020 und 2030 gesetzt. Zur Entwicklung von geeigneten Politiken ist es notwendig, die Auswirkungen von Ressourceneffizienztechnologien, Politikmaßnahmen und wirtschaftlichen Entwicklungen auf die Rohstoffeffizienz abschätzen zu können. Mit dem Umweltökonomischen Rohstoffmodell URMOD haben SSG und ifeu ein Modell entwickelt, welches in der Lage ist, den Einfluss von Maßnahmen auf die gesamtwirtschaftliche Rohstoffnutzung zu modellieren.

Grundlage des umweltökonomischen Rohstoffmodells URMOD ist eine hoch differenzierte Input-Output-Tabelle, welche die Produktionsverflechtungen der deutschen Volkswirtschaft überschneidungsfrei abbildet. Das Modell unterscheidet gegenwärtig 52 Rohstoffkategorien und 282 Produktionssektoren. Mit einem komparativ-statischen Ansatz können Szenarien erstellt werden, die die zukünftige Rohstoffnutzung in Abhängigkeit von verschiedenen Rahmenannahmen abbilden. Eine Besonderheit ist, dass URMOD den Rohstoffbedarf für die Herstellung von Importen und Exporten in die Schätzung miteinbezieht und somit eine differenzierte Betrachtung von Effekten durch Produktionsverlagerung ermöglicht. Das Modell ist zudem vollständig mit dem EU RME Modell harmonisiert, welches von Eurostat verwendet wird, um die Indikatoren RMC und RMI zur Rohstoffnutzung der EU zu berechnen.

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Kontakt:

Monika Dittrich

Dr. rer. nat.
Tel.: +49 (0)6221 4767 65
E-Mail: URMOD@ifeu.de