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Optionen, Potenziale und Kosten strombasierter erneuerbarer Energieträger

Aktuelle Untersuchungsergebnisse von ifeu und Germanwatch


Um die nationalen Klimaschutzziele zu erreichen, muss Deutschland seine Wirtschaft in den kommenden Jahrzehnten vollständig von fossilen Energien lösen – also eine moderne Industriegesellschaft ohne CO₂-Emissionen aufbauen. Ein wichtiger Baustein auf diesem Weg sind erneuerbare Energieträger, die aus Strom gewonnen werden, etwa in flüssiger oder gasförmiger Form. Sie können nicht nur als Energiequelle, sondern auch als klimafreundliche Grundstoffe für die chemische Industrie dienen.

Unter dem Sammelbegriff PtGLS (Power-to-Gas/Liquid/Solid) werden alle Stoffe zusammengefasst, die mithilfe von grünem Wasserstoff hergestellt werden – also Wasserstoff, der durch Elektrolyse von Wasser unter Einsatz von erneuerbarem Strom entsteht.

Im vom Umweltbundesamt beauftragten Projekt Kriterien für eine nachhaltige Bereitstellung und klimagerechte Integration von strombasierten erneuerbaren Energieträgern“ , das sich derzeit in der Abschlussphase befindet, wurden verschiedene PtGLS-Optionen untersucht. Dazu gehören unter anderem Wasserstoff, Ammoniak, Methan, Methanol, Benzin, Diesel und Kerosin.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, wissenschaftliche Grundlagen und Handlungsempfehlungen für Politik und Wirtschaft bereitzustellen. Diese sollen helfen, den notwendigen Ausbau dieser klimafreundlichen Energieträger voranzutreiben – auf eine Weise, die ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltig ist.

Die Ergebnisse der Untersuchung zur Kostenentwicklung (Germanwatch) und die Gegenüberstellung von Optionen und Potenzialen (ifeu) hat das Umweltbundesamt jetzt in zwei Berichten auf seiner Website veröffentlicht:

  1. Optionen und Potenziale für die Nutzung von biogenem CO₂ für die Herstellung von strombasierten erneuerbaren Energieträgern | ifeu Darin beantworten die ifeu-Forschenden die Fragen: Woher kommt der Kohlenstoff, den wir auch in Zukunft noch benötigen werden, wenn auch in deutlich geringerem Umfang? Die Nutzung von Anbaubiomasse ist aufgrund des Flächenbedarfes und der ⁠Landnutzungsänderung⁠ keine nachhaltige Alternative. Können Rest- und Abfallstoffe aus ⁠Biomasse⁠ diese Kohlenstoffquelle sein und wie sind diese einzuordnen?
  2. Überblick zur Kostenentwicklung von strombasierten erneuerbaren Energieträgern | Germanwatch
    Germanwatch hat dazu Studien analysiert, die sich mit der Kostenentwicklung von Wasserstoff und Wasserstoffderivaten befassen. Es zeigt sich, dass es auch bei Betrachtung des gleichen Energieträgers aus der gleichen Erzeugungsregion zu teils starken Abweichungen bezüglich aktueller und zukünftiger Produktionskosten kommt. 

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