Nachrichtenarchiv
THG-Bilanzierung vereinfacht: Einheitliche Emissionsfaktoren vom UBA – mit Daten des ifeu
Immer mehr Unternehmen und andere Organisationen müssen oder wollen ihre THG-Emissionen erfassen – sei es durch EU-Vorgaben, nationale Klimaregelungen oder Kundenanforderungen. Bisher waren passende Emissionsfaktoren oft schwer zugänglich, international ausgerichtet oder methodisch unklar. Seit 2025 bietet das Umweltbundesamt (UBA) daher eine einheitliche, qualitätsgesicherte und regelmäßig aktualisierte Liste an. Diese reduziert den Aufwand für die Bilanzierung, vereinheitlicht die Methodik und fördert Transparenz.
Fachsymposium "Zirkuläres Bauen" 2026: Gesamtprogramm veröffentlicht
Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg lädt ein zum 13. Fachsymposium Zirkuläres Bauen Einfach. Wiederverwendbar. Mit Recyclingbaustoffen am 21. Mai 2026 in Stuttgart Weitere Infos zur Tagesgestaltung gibt es im Folgenden.
Geschäftsführerwechsel beim ifeu
Zum 1. März 2026 gibt Andreas Detzel sein Amt als kaufmännischer Geschäftsführer an Alexander Höger ab. Die Entscheidung erfolgte auf Andreas' eigenen Wunsch mit dem Ziel, seine Arbeitszeit reduzieren zu können um mehr Zeit für persönliche Interessen zu haben. Der Wechsel in der Geschäftsführung erfolgt planmäßig und unter Einbeziehung der Mitarbeitenden des Instituts. Wir danken Andreas Detzel von Herzen für 11 Jahre wertvolle Führung und zuverlässige Zusammenarbeit, die zu einer Weiterentwicklung des ifeu entscheidend beigetragen haben. Wir freuen uns sehr, weiterhin als Kollegen mit ihm zusammenarbeiten zu dürfen. Gleichzeitig freuen wir uns auf Alexander Höger als neues kaufmännisches Mitglied der Geschäftsführung.
Evaluationsberichte 2024 der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)
Mit der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) fördert die Bundesregierung sowohl die energetischen Sanierungsanstrengungen von Gebäudeeigentümer*innen als auch die Umstellung auf das Heizen mit erneuerbaren Energien. Das ifeu hat seit 2022 die jährlich wiederkehrende Aufgabe, das BEG als unabhängiges Forschungsinstitut zu evaluieren. Dies geschieht gemeinsam mit seinen Konsortiumspartnern Prognos AG, FIW und ITG und im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK). In diesem Rahmen wird überprüft, ob die verfolgten Ziele tatsächlich in der Praxis umgesetzt werden und mit welchem Effekt. Nun hat das Ministerium die Evaluationsberichte des Förderjahrgangs 2024 veröffentlicht.
Spritverbräuche und CO2-Emissionen von Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen im Realbetrieb
Plug-in-Hybridfahrzeuge (kurz PHEV) können sowohl elektrisch als auch mit Verbrennungsmotor fahren, haben jedoch nur im elektrischen Betrieb einen Klimavorteil. Aktuelle Auswertungen von rund einer Million PHEV aus den Jahren 2021–2023 zeigen, dass ihr tatsächlicher Spritverbrauch und damit die realen CO₂-Emissionen im Durchschnitt drei- bis fünfmal höher sind als die offiziell angegebenen Werte. Der reale Kraftstoffverbrauch liegt im Mittel bei 5,9 l/100 km und damit nah an dem mittleren Wert von Verbrennern (ca. 7 l/100 km). Hauptgrund dafür ist, dass PHEV im Mittel nur etwa 25–30 % ihrer Kilometer elektrisch zurücklegen. Die immense Lücke zwischen offiziellem und tatsächlichem Spritverbrauch schwächt die Wirksamkeit der europäischen CO2-Regulierung massiv.
Methanemissionen aus europäischen Deponien: Szenarien und Herausforderungen bei der Datenerfassung
Methanemissionen aus Deponien sind eine oft unterschätzte Klimaherausforderung. Methan zählt nach Kohlendioxid zu den wichtigsten Treibhausgasen – und hat über kurze Zeiträume ein höheres Erderwärmungspotenzial. Weil es nur relativ kurz in der Atmosphäre verbleibt, kann eine schnelle Reduktion spürbare Vorteile für das Klima bringen. Im Auftrag von Kanadevia Inova analysierten Prognos und ifeu den zeitlichen Verlauf und das Ausmaß der Methanemissionen aus Deponien. Das Ziel: die Reduktion von Methan beschleunigen, Aufmerksamkeit über Datenlücken schaffen und damit eine evidenzbasierte Politikgestaltung ermöglichen.
Klimawende sozial gestalten – Impulse von Dr. Brigitte Knopf beim „Treffpunkt Transformation“
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Transformation – Zukunftswissen im ifeu“ sprach Dr. Brigitte Knopf, Gründerin des ThinkTanks "Zukunft KlimaSozial" in Berlin, über die zentrale Bedeutung einer sozial gerechten Ausgestaltung der Klimapolitik. In ihrem Vortrag machte sie deutlich, dass Klimaschutz und Sozialpolitik von Anfang an gemeinsam gedacht werden müssen – insbesondere in den Bereichen Wohnen, Energie und Mobilität, die tief in die Lebenswirklichkeit der Menschen eingreifen.
Klimaschutzpotenziale der Kreislaufwirtschaft Baden-Württemberg
Eine neue Studie zum BWplus-Forschungsvorhaben „Klimaschutzpotentiale der Kreislaufwirtschaft Baden-Württemberg“ zeigt die Relevanz der stofflichen Verwertung für das Erreichen der Klimaziele bis 2040. Welchen Beitrag leisten die Abfall- und Kreislaufwirtschaft und insbesondere die stoffliche Verwertung zur Erreichung der Klimaziele des Landes Baden-Württemberg? Das Forschungsvorhaben „Klimaschutzpotenziale der Kreislaufwirtschaft in Baden-Württemberg“ liefert hierzu erstmals eine systematische und vergleichende Bewertung in der vom LUBW veröffentlichten Studie.
Broschüre: Wärmewende gestalten – Wissen und Ideen für Engagierte vor Ort
„Wärmewende gestalten – Wissen und Ideen für Engagierte vor Ort“ ist eine neue Broschüre von BUND und ifeu, die Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützt, sich fundiert mit der Wärmewende auseinanderzusetzen und diese aktiv mitzugestalten. Sie richtet sich an engagierte Menschen, die sich für klimafreundliches, bezahlbares und sozial gerechtes Heizen einsetzen möchten – im eigenen Zuhause ebenso wie auf kommunaler Ebene.