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Studie zum „Roll-Out“ von Sanierungssprints erschienen

Haus in Sanierung mit Baugerüst

Rund 16 Millionen Ein- und Zweifamilienhäuser müssen bis 2045 klimaneutral sein. Neben klimafreundlichen Heizungen und Wärmenetzen braucht es dafür auch die energetische Sanierung der Gebäudehüllen. Die aktuelle Sanierungsrate bei Ein- und Zweifamilienhäusern ist jedoch viel zu niedrig.

Die heute erschienene Studie fasst die zentralen Hemmnisse für Eigenheim-Besitzer*innen und Unternehmen zusammen: Die bisherigen Sanierungsangebote können aufwändig, langwierig und teuer sein. Besonders für die Bewohner*innen ist es jedoch entscheidend, dass Sanierungen einfach, möglichst schnell und bezahlbar sind. Genau hier setzt der Sanierungssprint an: mit Prozessoptimierungen durch Sanierungscoaches, Baustellenassistent*innen und einen stundengenauen Bauzeitenplan, sodass die Baustelle nur einen Monat dauert.

Die Studie im Auftrag der Agora Energiewende beleuchtet – in Ergänzung zum bereits erschienenen Praxisbericht von zwei Pilotbaustellen – einerseits die Potenziale, die der Sanierungssprint erschließen kann. So sind mittelfristig Kostensenkungen von rund 30 Prozent erzielbar, was geringere Kosten für die Kund*innen bedeutet und höhere Löhne und mehr Projekte für Handwerkende ermöglicht.

Andererseits wurde – federführend durch das ifeu – ein Maßnahmenkatalog zur politischen Flankierung erarbeitet, um die Umsetzung von Sanierungssprints in der Breite anzureizen. Wichtige Politikmaßnahmen sind eine zentrale Marktentwicklungsstelle und neue Qualifizierungen für Sanierungscoaches, die Kümmerer der Sanierungssprints. Kurzfristige finanzielle Anreize sowie eine pragmatische Anpassung der Förderlandschaft helfen, Angebot und Nachfrage anzureizen; schlankere Planungs- und Genehmigungsprozesse sparen Zeit und Geld.

Weitere Informationen:

Sanierungssprint Studie

Sanierungssprint Praxisbericht

ifeu-Projektseite “Sanierungssprint”

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