Grün umrandetes, dreieckiges Schild mit einem Gefälle, über dem CO2 steht

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Klimafreundlicher Verkehr: Umsetzungsstrategien zur Treibhausgasminderung des Verkehrs bis 2030 und 2050 im Kontext der Elektrifizierung

Laufzeit

Dezember 2016 - Dezember 2019

Auftraggeber

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Partner

Die fachliche Komplexität und inhaltliche Breite, die die ausgeschriebene Dienstleistung aufweist, erfordert eine breite Wissenspalette. Um den beschriebenen Leistungen gerecht zu werden, hat sich daher ein Projektteam aus namhaften Forschungsinstituten, die zu den Themen Verkehr und Umwelt mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten arbeiten, zusammengefunden. Die Vielfältigkeit der so gebündelten Expertise ermöglicht eine einwandfreie und hochwertige Bearbeitung des Auftrags.

Das Projektteam bilden:

  • das Öko-Institut e.V. als Projektleitung und mit den inhaltlichen Schwerpunkten Fahrzeugtechnologien und Neuzulassungsmodellierung im Straßenverkehr, strombasierte Kraftstoffe, Emissions- und Energiebilanzierung, Luft- und Seeverkehr, juristische und ökonomische Expertise,
  • INFRAS mit der Expertise in ökonomischen Analysen sowie Güterverkehr und Luftverkehr,
  • ifeu-Institut Heidelberg mit den Schwerpunkten Fahrzeugtechnologien/Kraftstoffe und Expertise beim Personenverkehr
  • KCW mit dem Schwerpunkt öffentlicher Verkehr und Güterverkehr.

Zusätzlich wird das Team hinsichtlich Fragestellungen zu gesellschaftlichen Trends und Akzeptanzfragen durch Einbindung des InnoZ mit Dr. Weert Canzler ergänzt.

Projektbeschreibung

Hintergrund

Sowohl auf internationaler, wie auch auf nationaler Ebene bestehen klar und verbindlich formulierte Ziele zur Minderung und langfristigen Erreichung von Klimaneutralität. Dabei gerät der Verkehrssektor zunehmend in den Fokus und steht angesichts eines weiter ansteigenden Verkehrsaufwands und einer weiterhin hohen Abhängigkeit von fossilen Energieträgern unter besonders hohem Handlungsdruck. In Deutschland zeigt der Verkehrssektor mittlerweile einen gegenläufigen Trend zu den anderen Sektoren und weist einen zunehmenden Anteil an den Gesamtemissionen auf. Zahlreiche wissenschaftliche Analysen zeigen, dass die nationalen Klimaschutzziele jedoch nur unter der Annahme eines substantiellen Beitrags des Verkehrssektors erreicht werden können, bis 2050 muss er vollständig dekarbonisiert sein.

In den vergangenen Jahren wurden trotz des offensichtlichen Handlungsdrucks kaum wirkmächtige Maßnahmen im Verkehrssektor etabliert. Zeitgleich wurden Umsetzungsdefizite bestehender Regulierungen (z.B. CO2– und Luftschadstoffregulierung) offensichtlich bzw. hat sich der Markterfolg von Innovationen (z. B. Elektromobilität) deutlich verzögert. Um Fortschritte beim Klimaschutz im Verkehrssektor zu erzielen, sind daher verkehrsträgerbezogene Roadmaps mit konkreten politischen Instrumenten erforderlich, die auch die Schnittstellen zu anderen Sektoren adressieren. Neben der Analyse der Auswirkungen auf die Treibhausgasemissionen ist die Darstellung weiterer Wirkungen, wie z. B. der weiteren Umweltwirkungen, der Nutzerkosten und der volkswirtschaftlichen Wirkungen sowie die Konsequenzen eines Nicht-Handelns für die öffentliche Diskussion von zentraler Bedeutung. Hindernisse für die politische Umsetzung müssen frühzeitig aufgespürt und mögliche Strategien für die Akzeptanzschaffung entwickelt werden.

Projektinhalte

Ziel des Projektes ist es, konkrete Roadmaps für jeden einzelnen Verkehrsträger zur Erreichung der Treibhausgasminderung bis 2030 und der Treibhausgasneutralität des Verkehrs bis 2050 zu entwickeln und so aufzubereiten, dass sie den politischen Prozess hinsichtlich des Ziels einer vollständigen Dekarbonisierung des Verkehrssektors unterstützen. Den Rahmen stellen hierbei vor allem die Annahmen und Vorgaben des Klimaschutzplans 2050 der Bundesregierung dar. Für jeden Verkehrsträger sollen erforderliche Minderungspfade aufgezeigt und konkrete politische Maßnahmen und Instrumente zur Realisierung dieser Pfade entwickelt werden.

Um aktuellen – politischen – Entwicklungen gerecht werden zu können, besteht ein wesentlicher Teil des Projekts auch darin, den Auftraggeber über die Entwicklung von verkehrsträgerspezifischen Roadmaps hinaus kurzfristig hinsichtlich der Bewertung von einzelnen Instrumenten und der Erarbeitung von Instrumenten bzw. Maßnahmen(-bündeln) von Einzelsegmenten zu beraten.

Im Rahmen des Projekts wurde u.a. eine Kurzstudie zum Thema Biokraftstoffe verfasst.

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