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Weitere Informationen

www.durstige-gueter.de

Wanderausstellung "Durstige Güter"

Laufzeit

2016 - 2017

Gefördert durch

Umweltbundesamt und BMUB

Partner

  • BUND Heidelberg – Freunde der Erde
  • ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg
  • prototypen
  • VDG – Vereinigung Deutscher Gewässerschutz e.V.

Projektbeschreibung

140 L Wasser für eine Tasse Kaffee – ist das schlimm?

Eine Antwort darauf und auf viele andere Fragen rund um die Ressource Wasser soll die Wanderausstellung „Durstige Güter“ beantworten. In dem vom Umweltbundesamt und dem BMUB geförderten Projekt, will der BUND Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem ifeu, der Vereinigung deutscher Gewässerschutz e.V. (VDG) und der Agentur Prototypen den Besucher für die Auswirkungen des eigenen Konsums auf die globalen Süßwasserressourcen sensibilisieren, denn Wasserknappheit ist heute eines der wichtigsten Umweltprobleme. Nur 2,5 % der globalen Wasserreserven sind nutzbares Süßwasser, welches regional sehr unterschiedlich verteilt ist. Somit ist die Konkurrenz um Wasser ein globales Problem. Laut den Vereinten Nationen werden im Jahr 2025 zwei Drittel der Weltbevölkerung unter Wasserknappheit leiden.

Die Ausstellung beschäftigt sich insbesondere mit dem Wasser, das für die Herstellung von Produkten verwendet wird – dem sogenannten virtuellen Wasser. In sieben, z.T. interaktiven Stationen, erklärt die Ausstellung die Auswirkungen der Wassernutzung auf die Ökosysteme und die Menschen in den Herkunftsregionen.

Die Ausstellung wurde am 22. März 2017 – dem „Tag des Wassers“ – in Heidelberg eröffnet und ist seitdem als Wanderausstellung auf Tour durch Deutschland. Sie kann beim BUND Heidelberg gebucht und ausgeliehen werden.

… um die Antwort auf unsere Einstiegsfrage schon mal vorweg zu nehmen: Es kommt darauf an!

  • Sind es 140 Liter Regenwasser, die von den Kaffeepflanzen aufgenommen werden, dann ist das nicht schlimm! Regen, der als Bodenfeuchte in der Erde verbleibt, wird auch „Grünes Wasser“ genannt. Er kann sowieso nur an Ort und Stelle von den Pflanzen genutzt werden und dies hat keine negativen Umweltauswirkungen. In den meisten wichtigen Anbauregionen kommt Kaffee mit Niederschlagswasser aus.
  • Sind es allerdings 140 L Wasser aus Bewässerung, in einem Gebiet, in dem Wasser bereits knapp ist – dann ist das aus Umweltsicht bedenklich. Bewässerungswasser aus Flüssen und Seen wird auch „Blaues Wasser“ genannt. In diesem Falle tragen wir mit der Tasse Kaffee zur Wasserknappheit in der Region bei. Dies trifft u.a. auf Kaffee aus dem Bundesstaat Bahia in Brasilien zu. Noch immer werden dort Kaffeeplantagen in Gebieten mit Trockenwäldern und Savannen angelegt. Die Kaffeebüsche werden dort aber nicht unter Schattenbäume gepflanzt, sondern stehen voll besonnt in industriell bewirtschafteten Plantagen mit zentralen Bewässerungssystemen. Im Fußabdruck solchen Kaffees versteckt sich also ein viel größerer Anteil an Bewässerungswasser.

Weitere Informationen

www.durstige-gueter.de

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