Basisdaten zu THG-Bilanzen für Biogas-Prozessketten und Erstellung neuer THG-Bilanzen

Wissenschaftliche Studie

Die Ermittlung der Treibhausgasbilanzen erfolgt in Anlehnung an die Ökobilanznorm ISO 14040/14044. Entlang des gesamten Lebensweges der Biogaserzeugung und -nutzung (Prozesskette) werden hierbei die klimawirksamen Emissionen für jeden Prozessschritt verschiedener untersuchter Varianten erfasst, aufsummiert und ausgewertet. Nachfolgendes Beispiel einer Prozesskette zeigt die Biogas­erzeugung aus Silomais und die Biogasnutzung in einem Blockheizkraftwerk (BHKW).

Am Ende der Prozesskette steht ein Nutzen, hier in Form von ins öffentliche Netz eingespeistem Strom, extern genutzter Wärme und eingespartem Mineraldünger durch die im Gärrest enthaltenen Nährstoffe. Durch diesen Nutzen können andere Prozesse ersetzt werden. In der Abbildung ist dies durch die rechts stehenden so genannten Äquivalenzprozesse „Netzstrom“ und „fossile Wärme“ sowie „Mineraldünger“ dargestellt, die nach Ökobilanznorm in erster Linie durch Systemraumerweiterung einzubeziehen sind. Die Verrechnung dieser Prozesse im erweiterten Systemraum erfolgt üblicherweise durch Gutschrift. Liegen diese Gutschriften höher als die Belastungen aus der Biogaserzeugung und -nutzung, dann wird netto (Belastung minus Gutschrift) eine Treibhausgaseinsparung erreicht. In den durchgeführten Treibhausgasbilanzen wird diese Methode angewendet, die Ergebnisse sind detailliert untergliedert nach Belastungen und Gutschriften ausgewiesen.

 

Laufzeit

Januar 2008 – Dezember 2008

Auftraggeber

E.ON Ruhrgas

Weitere Informationen

Endbericht

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