Energieeffizienz und nachhaltiger Verkehr in Zypern

Untersuchung und Erarbeitung von Empfehlungen zur Förderung alternativer Kraftstoffe im Verkehrssektor von Zypern

Laufzeit

September 2016 - Juni 2017

Gefördert durch

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partner

Prof. Theodoros Zacchariadis (Cyprus University of Technology)

Projektbeschreibung

Die Studie war Teil des Vorhabens “Technical assistance for energy efficiency and sustainable transport in Cyprus”, das von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH mit Fördermitteln des Strukturfonds der Europäischen Kommission durchgeführt wurde.

Kontext

Die zyprischen Behörden haben eine großangelegte Reform des Energiesektors begonnen, dessen Koordination dem Ministerium für Energie, Kommerz, Industrie und Tourismus (MECIT) obliegt. Teil dieser Reform ist die Einhaltung der nationalen Ziele für den Verkehrssektor. Über die Hälfte des Endenergieverbrauchs in Zypern geht auf den Verkehrssektor zurück, der stark von Erdölimporten abhängig ist. Gleichzeitig werden in mehreren EU-Richtlinien Anreize für einen erhöhten Anteil an alternativen Kraftstoffen geschaffen:

  • die Erneuerbare-Energien-Richtlinie (Renewable Energy Directive, RED) verlangt einen Anteil von 10 % erneuerbarer Energiequellen am Endenergieverbrauch im Verkehrssektor bis zum Jahr 2020
  • die Kraftstoffqualitätsrichtlinie (Fuel Quality Directive, FQD) legt fest, dass Kraftstofflieferanten bis zum Jahr 2020 eine Minderung der spezifischen Treibhausgasemissionen um 6 % nach der Ökobilanzmethode erreichen sollten

Ergebnisse

Zu den Projektaufgaben des ifeu gehört die Analyse der Potenziale der verschiedenen Maßnahmen, z. B. die Nutzung von Biokraftstoffen, Erdgas oder Elektromobilität im Straßenverkehr und im Seetransportsektor. Das Ziel ist die Erhöhung des Anteils von erneuerbaren Energiequellen in Zypern, um die Ausarbeitung einer nationalen Strategie zu unterstützen und Treibhausgasemissionen zu mindern. Die technische Machbarkeit, die Umweltwirkungen und die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen werden in zwei Szenarien (B und C) für die Jahre 2020 und 2050 modelliert und mit dem Referenzszenario (keine Änderung des Status quo) verglichen.

Nur mit einer ehrgeizige Strategie können die Umweltziele erreicht werden. Diese basiert hauptsächlich auf Biokraftstoffen (Einsatz von B100 für herstellergebundene Fahrzeugflotten) als kurzfristige Maßnahme, während langfristig der Umstieg auf Elektromobilität in Kombination mit der Nutzung von komprimiertem Erdgas (CNG) empfohlen wird (Erdgas sollte ab 2020 lokal gefördert werden). Die Hauptalternative für den Seetransportsektor ist die Nutzung von Flüssigerdgas (LNG). Die wirtschaftlichen Kosten des technischen Umstiegs werden vor allem von den Endverbrauchern getragen. Dieser Umstand verlangt nach öffentlichen Anreizen, um eine positive Dynamik und ein tragfähiges kohlenstoffarmes Verkehrssystem zu schaffen.

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