©ZakS Photography / Fotolia

Weitere Informationen

Die Präsentation zum Projekt auf den Berliner Energietagen im Mai 2019 finden Sie hier.
Ein Artikel in der Zeitschrift Gebäude-Energieberater ist hier abrufbar.

Energieverbrauchskennzeichnung für neue Klima- und Lüftungsanlagen

Laufzeit

September 2019 – März 2021

Auftraggeber

Umweltbundesamt

Partner

schiller engineering (Projektleitung)
ILK Dresden
suwadesign

Projektbeschreibung

Klimaneutraler Gebäudebestand

Das Energiekonzept und die Energiewende-Beschlüsse der Bundesregierung sehen vor, dass der Gebäudebestand 2050 nahezu klimaneutral sein soll. Klima- und Lüftungsanlagen, wie sie typischerweise in Nichtwohngebäuden zum Einsatz kommen, verbrauchen erhebliche Mengen an Energie und bergen somit große Energieeinsparpotenziale. Wie können derlei Anlagen bedarfsgerecht und energiesparend geplant, installiert und betrieben werden? Dieses Projekt entwickelt einen Qualitätssicherungsprozess mit Energiekennzeichnung für neue Klima- und Lüftungsanlagen, um die Energieeffizienz der Anlagen zu verbessern.

Energieverbrauchskennzeichnung für Bestandsanlagen

Kälte- und Raumlufttechnik bergen hohe Energiesparpotenziale sowohl im Neubau als auch im Gebäudebestand: Häufig sind die Anlagen überdimensioniert und die Betriebseinstellungen suboptimal. Hinzu kommt, dass viele bestehende Anlagen überaltert und ihre Komponenten ineffizient sind. Aus diesem Grund wurde bereits in einem Vorgängerprojekt mit dem „Effizienzrechner Klima-Lüftung“ eine Kennzeichnung für Bestandsanlagen entwickelt: Es überträgt die aus EU-Energielabeln bekannten und bewährten Effizienzklassen auf den komplexen Bereich von Klima- und Lüftungsanlagen und verbessert damit die Aussagekraft energetischer Inspektionen von Bestandsanlagen.

Energieverbrauchskennzeichnung für neue Klima- und Lüftungsanlagen

Bei Neuanlagen besteht ein ähnlicher Bedarf: Die Gebäudetechnik von Nichtwohngebäuden ist in der Regel komplex und anspruchsvoll, was Planung, Inbetriebnahme und Betrieb angeht. Das betrifft besonders die Klima- und Lüftungstechnik.

Eine Energieverbrauchskennzeichnung für Neuanlagen kann bewirken, dass Auftraggeber eher bereit sind, in effiziente Anlagen zu investieren, und gleichzeitig eine entscheidende Hilfe für eine Qualitätssicherung von der Planung über die Installation bis zur Inbetriebnahme sein. Damit hat sie das Potenzial, ein wirksames Instrument zur Energieeinsparung zu sein.

Fokus Qualitätssicherung

Anders als beim Effizienzrechner Klima-Lüftung für Bestandsanlagen, der im Vorgängerprojekt entwickelt wurde, ist die Energieverbrauchskennzeichnung für Neuanlagen keine Momentaufnahme der energetischen Anlagenqualität. Vielmehr stellt sie einen Prozess zur Qualitätssicherung dar, der sich von den verschiedenen Planungsphasen über die Vergabe bis hin zur Objektüberwachung und -betreuung erstreckt. Genau dieser Qualitätssicherungs- und Prüfprozess ist Kern der Neuanlagenkennzeichnung.

Bei Neuanlagen muss die Methode mit technischen Unbekannten umgehen können: zu Beginn des Prozesses sind genaue Ausprägungen der Komponenten noch unklar. Am Ende des Prozesses stehen Bau und Inbetriebnahme der Anlage – nun muss geprüft werden, ob das anfangs gesetzte Ziel erreicht wurde. Es liegt im Interesse aller Akteure, die Qualitätssicherung über die Planungs- und Bauphasen hinweg so zu gestalten, dass es bei der Inbetriebnahmeprüfung keine unliebsamen Überraschungen gibt.

Kommunikation

Die Energieverbrauchskennzeichnung für Neuanlagen wird freiwillig sein. Damit Akteure sie anwenden, muss sie kommuniziert werden. Das vorliegende Projekt arbeitet daher konkrete Handreichungen und Informationen aus, die die Planer, Bauherren und anderen Beteiligten zur Nutzung des Labels benötigen. Auch die Kennzeichnung selbst muss an die Anforderungen von neuen Klima- und Lüftungsanlagen angepasst werden. Kommunikationsmaßnahmen sollen die wichtigen Akteure adressieren, um die Kennzeichnung im Markt zu verbreiten.

Weitere Informationen

Die Präsentation zum Projekt auf den Berliner Energietagen im Mai 2019 finden Sie hier.
Ein Artikel in der Zeitschrift Gebäude-Energieberater ist hier abrufbar.

Kontakt: