Flottenversuch Elektromobilität

Ökologische Begleitforschung des Feldversuchs ’Elektrotraktion/Batterietechnologie – Flottenversuch für Elektrofahrzeuge oder Plug-in-Hybride’

Laufzeit

Juli 2008 - Juni 2013

Gefördert durch

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)

Partner

Projektpartner im Flottenversuch Elektromobilität waren:

  • Volkswagen AG (Koordination)
  • E.ON Energie AG
  • Evonik Litarion GmbH
  • FhG ISiT – Fraunhofer Institut für Siliziumtechnologie
  • GAIA Akkumulatorenwerke GmbH
  • ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg GmbH
  • Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Projektbeschreibung

Im Rahmen des Förderschwerpunkts „Elektromobilität“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) wurde von Volkswagen in den Jahren 2008–2012 das Plug-in-Konzept „TwinDrive“ entwickelt und ein Jahr lang mit 20 Fahrzeugen getestet. Als Ergebnis zeigt sich gegenüber dem Referenzfahrzeug, dass für den TwinDrive, hochgerechnet über einen Lebensweg von 150.000 km und bei durchschnittlichem elektrischem Fahranteil des Flottenversuchs, eine um etwa 5 % niedrigere Klimawirkung pro Kilometer entsteht. Für Fahrten mit hohen elektrischen Fahranteilen (> 70 %) beträgt der Vorteil über 10 %. Eindeutig positiv fällt die Bilanz bereits heute bei Nutzung zusätzlicher erneuerbarer Energien aus: Hier wird (bei durchschnittlichem Fahr- und Ladeverhalten) eine Reduzierung der Klimawirkung um über 30 % erreicht.

Für zukünftige PHEV-Serienfahrzeuge sind deutliche Klimavorteile zu erwarten, vor allem aufgrund technischer Optimierungsmöglichkeiten, höherer Verfügbarkeit von Ladeinfrastruktur (und damit größeren elektrischen Fahranteilen) und eines steigenden Anteils von erneuerbaren Energien im Strommix. Die Abhängigkeit der Umweltvorteile von der Ladeinfrastruktur und der elektrischen Reichweite der Fahrzeuge wurde dabei anhand von Beispielen untersucht.

Bei hoher Marktdurchdringung müssen jedoch die Rückwirkungen der zusätzlichen Nachfrage durch Elektrofahrzeuge auf die Stromerzeugung betrachtet werden. Hier zeigen sich die Chancen und Risiken eines Lastmanagements: Es können einerseits bisher überschüssige erneuerbare Strommengen integriert werden, andererseits kommen aber auch mehr Kohlekraftwerke mit (gegenüber Gaskraftwerken) niedrigeren variablen Kosten zum Einsatz. Um deutliche Treibhausgasminderungen zu erreichen ist daher eine enge Kopplung von Elektromobilität an erneuerbare Energien notwendig.

Download des Endberichts (pdf, 2.6 MB)

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