Wegweiser mit der Aufschrift "Wertstoffhof"

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Landfill Mining – Rückbau von Deponien

r³ – Strategische Metalle, Verbundvorhaben: TönsLM – Entwicklung innovativer Verfahren zur Rückgewinnung ausgewählter Ressourcen aus Siedlungsabfall- und Schlackendeponien

Laufzeit

August 2012 - Dezember 2015

Auftraggeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Partner

Tönsmeier GmbH & Co. KG
AML Minden-Lübbecke
AIP TU Braunschweig
LWI TU Braunschweig
ISW TU Braunschweig
IFAD TU Clausthal
IAR; RWTH Aachen
Teer RWTH Aachen
Öko-Institut Freiburg, Büro Berlin

Projektbeschreibung

Bis zum Jahre 2005 wurde Hausmüll in der Regel direkt auf Deponien abgelagert und zwar über Zeiträume hinweg, in denen noch keine Kreislaufwirtschaft nach heutigen Maßstäben ausgebildet war. Es lässt sich daher vermuten, dass sich in Deponiekörpern Wertstoffe wie Metalle und Kunststoffe finden bzw. sich die Massen zu Brennstoffen oder mineralischen Baustoffmassen aufbereiten lassen. In welchem Umfang und mit welcher Technik und Verwertungsstrategie sich diese Potenziale heben lassen, wurde im Rahmen dieses umfassenden Forschungsprojektes untersucht. Dies war mit einem Feldversuch und dem Rückbau und der Aufbereitung von 10.000 Tonnen Material aus der Deponie Pohlsche Heide verbunden.

Zusammen mit den Projektpartnern wurden verschieden aufwändige Aufbereitungsstrategien entwickelt und in unterschiedlichen Praxisversuchen erprobt. Die stoffliche Verwertung der Abfallbestandteile (insbesondere Kunststoffe) wurde vor allem durch den sehr hohen Feinanteil und Querverschmutzungen erschwert. Aus ökologischer Sicht erwies sich ein landfill mining dann als sinnvoll, wenn die thermische Verwertung der heizwertreichen Teile in Anlagen mit hohen energetischen Wirkungsgraden erfolgen kann. Die Metalle möglichst umfassend rückzugewinnen erwies sich selbst dann als sinnvoll, wenn damit ein erheblicher Aufwand verbunden ist. Die Erkenntnisse wurden ausgewertet und in Form eines Leitfadens festgehalten, der Deponiebetreibern die Entscheidung über den Rückbau eines Deponiekörpers erleichtern soll.

Teilaufgabe des ifeu

Das ifeu Heidelberg war, unterstützt durch das Öko-Institut, mit der ökologischen Begleitforschung betraut. Über diese wurden hohe ökologische Standards im Rückbau sichergestellt. Vor allem diente diese Begleitforschung jedoch dazu, die wertgebenden Abfallbestandteile möglichst hochwertig zu nutzen und dabei ein gutes Verhältnis von Aufwand und Nutzen sicherzustellen. Im Rahmen des Projektes wurden die verschiedenen möglichen Strategien der Aufbereitung und Verwertung des Deponats auch in Form von Ökobilanzen analysiert und bewertet.

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