Ökologische Innovationspolitik – Mehr Ressourceneffizienz und Klimaschutz durch nach-haltige stoffliche Nutzung von Biomasse

In der Vergangenheit stand die energetische Nutzung von Biomasse im Fokus politischer Debatten und der Entwicklung politischer Instrumente in Deutschland und auf EU-Ebene. In zahlreichen Ländern wurden Ausbauziele formuliert, die oft von Fördermaßnahmen flankiert werden. Auch sind in zahlreichen nationalen und internationalen Initiativen Nachhaltigkeitsanforderungen an die Nutzung von Bioenergie formuliert. Für die stoffliche Biomassenutzung hingegen wurden kaum Förderinstrumente entwickelt und es existieren keine dezidierten Nachhaltigkeitsanforderungen. Als Folge ist in Deutschland die energetische Biomassenutzung fast dreimal so hoch wie die stoffliche Nutzung. In Anbetracht der Tatsache, dass eine Substitution der stofflichen Nutzung fossiler Rohstoffe in absehbarer Zeit allein durch Biomasse, der Ersatz fossiler Energieträger jedoch auch durch andere erneuerbare Energien (Geothermie, Solar-, Wasser und Windenergie) erreicht werden kann, sind Langzeitstrategien und entsprechende Instrumentarien erforderlich, um ein ausgewogenes Verhältnis der stofflichen und energetischen Nutzung von nachhaltiger Biomasse zu erreichen.

Vor diesem Hintergrund verfolgte das Projekt das übergeordnete Ziel, Strategien und Instrumente im Bereich der stofflichen Biomassenutzung als Beitrag zu den Klima- und Ressourcenschutzzielen der Bundesregierung zu entwickeln. Unter Maßgabe einer effizienten Flächen- und Biomassenutzung wurden geeignete Wertschöpfungsketten identifiziert. Darüber hinaus wurde eine umfassende Methodik zur Nachhaltigkeitsbewertung von

Biomasse-basierten Produkten bzw. bio-basierten Grundstoffen für die stoffliche

Biomassenutzung erarbeitet und es wurden Strategien und Instrumente zur Erhöhung der Ressourceneffizienz formuliert.

Laufzeit

Juli 2010 - März 2013

Auftraggeber

Umweltbundesamt (UBA)

Partner

nova-Institut

Öko-Institut

Finanzwissenschaftliches Forschungsinstitut an der Universität zu Köln

Weitere Informationen

Endbericht