Ökobilanz zur Zweitraffination von Altölen zu Basisölen

Wie stark wird die Umwelt belastet, wenn man Altöl aufbereitet? Wie ist die Belastung im Vergleich dazu, wenn man die gleichwertigen Basisöle primär produziert?

Diese Frage untersuchte das ifeu im Auftrag von GEIR (Europäischen Vereinigung der Aufarbeitungsindustrie für Altöl) in einer Ökobilanz. Die Studie ist von einem vierköpfigen Critical Review Panel geprüft. Die Untersuchung aus dem Jahr 2005 vergleicht außerdem das Altöl-Recycling mit der direkten Verbrennung, um die ökologischen Unterschiede zwischen diesen Entsorgungsalternativen zu illustrieren.

Die Aufarbeitung von Altöl, um Grundöle rückzugewinnen, führt demnach zu signifikanten Ressourceneinsparungen und vermeidet damit Umweltlasten. Die meisten Ökobilanzen der Vergangenheit schlossen damit, dass Aufarbeitung und Verbrennung indifferent bewertet wurden. Diese Studie beurteilt die Aufarbeitung von Altölen insgesamt vorteilhaft. Grund dafür sind eine fortschrittlichere und damit effizientere Aufbereitungstechnologie, die Potenziale der Aufarbeitungsindustrie und weitere sensitive ökologische Aspekte. Dadurch werden die für die Umwelt positiven Fortschritte der Aufarbeitung unterstrichen. Dies unterstützt den Vorrang, den die EU-Politik der Aufarbeitung einräumt.

Das Update der Untersuchung im Jahr 2018 liefert eine aktualisierte und zukunftsweisende Sichtweise auf die ökologischen und energetischen Aspekte der Altölaufbereitung.  Die Schlussfolgerungen der Studie 2005, die mehr oder weniger die Situation der letzten Dekade darstellen, stellen eine Ausgangslage dar. Einige wesentliche Aspekte haben sich geändert, die methodischen Aspekte sind aber weitgehend konstant geblieben.

Zentrale Aufgaben der Studie 2018 sind:

  • Darstellung der aktuellen Situation im Bereich der Altölwirtschaft in Europa und der wichtigsten Entwicklungen der letzten zehn Jahre;
  • Modellierung und Vergleich der vier ausgewählten und fortschrittlichen Aufbereitungstechniken unter Berücksichtigung ihrer Umweltauswirkungen und Vorteile durch die Substitution von Primärprodukten;
  • Vergleich des durchschnittlichen Ergebnisses der vier betrachteten fortschrittlichen Aufbereitungstechniken mit dem Referenzfall, der bedeutendsten alternativen Altölbehandlung in Europa;
  • Transparente Offenlegung und Diskussion der wichtigsten Parameter.

Die Studie richtet sich an politische Entscheidungsträger und Stakeholder im Bereich der Altölentsorgung.

Laufzeit

2005 und 2018

Auftraggeber

GEIR - Groupement Européen de l'Industrie de la Régénération

Weitere Informationen

Endbericht Update (2018) (pdf, 2 MB, in English)

 

Endbericht (2005) (pdf 2 MB, in Englisch)

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