Renewbility III – Optionen einer Dekarbonisierung des Verkehrssektors

Laufzeit

Oktober 2013 - Oktober 2016

Auftraggeber

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Projektbeschreibung

Hintergrund

Renewbility ist ein Forschungsprojekt, das mögliche Entwicklungen des Verkehrssektors durch die Betrachtung von Szenarien darstellt. Dabei werden Optionen aufgezeigt, die Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors zu senken. Mit plausiblen, in sich konsistenten und vorstellbaren Szenarien werden die Potenziale konkreter Maßnahmen für einen sachgerechten Klimaschutz im Verkehr aufgezeigt – und zwar sowohl bezüglich der Umwelt- als auch der ökonomischen Wirkung.

Im Rahmen von Renewbility III wurden erstmals Szenarien bis zum Jahr 2050 erarbeitet. Es wird verstärkt auf das Thema „Strom im Verkehr“ und die Wechselwirkungen zwischen dem Verkehrssektor und dem Stromsektor eingegangen. Neue Mobilitätsangebote wie z.B. Carsharing werden in den Szenarien berücksichtigt, erstmals wird auch der internationale Luft- und Seeverkehr einbezogen. Die frühzeitige Einbindung von Stakeholdern aus allen verkehrsrelevanten Bereichen ermöglicht es auch in dieser Projektphase, die Szenarien realitätsnah zu formulieren. Die Runde der Diskussionspartner/innen sorgt auch für hohe Akzeptanz in der Fachwelt.

Projektpartner in Renewbility III waren das Öko-Institut, ifeu Heidelberg, DLR – Institut für Verkehrsforschung und INFRAS. Der Schwerpunkt der ifeu-Arbeiten im Projekt lag auf den Vorketten der Fahrzeuge. Dabei wurden die Beiträge der Fahrzeugproduktion und der Kraftstoffvorketten zu den Treibhausgasemissionen untersucht, ferner, welcher Materialbedarf für die Fahrzeuge in Zukunft zu erwarten ist.

Projektergebnisse

Effizienz und erneuerbare Energien sind die Hauptstrategien für einen vollständig treibhausgasfreien Verkehr – eine der Voraussetzungen, um die Klimaschutzziele zu erreichen, die sich Deutschland mit der Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens gegeben hat. Diese können kostengünstig realisiert werden, wenn vor allem in den Städten alternative Verkehrsmittel zum Einsatz kommen und weniger Verkehr vom Verbrennungsmotor abhängt. So kann der Verkehrssektor in Deutschland bis zum Jahr 2050 CO2-frei werden und die Lebensqualität in Städten steigen. Dass das bei gleichzeitig positiven Auswirkungen für die Volkswirtschaft machbar ist, zeigt das Projekt Renewbility, in dem Optionen für eine vollständige Dekarbonisierung des Verkehrs in Deutschland im Jahre 2050 untersucht worden sind.

Auf der Homepage www.renewbility.de lassen sich die Ergebnisse, eine Infobroschüre (38 kB) und weitere Information zu dem Projekt herunterladen.

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