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Studie Klimaschutzbeitrag des Verkehrs bis 2050 (PDF, 3,6 MB)

Klimaschutzbeitrag des Verkehrs im Kontext des Energiekonzeptes der Bundesregierung 2050

Laufzeit

Januar 2013 - Juni 2016

Auftraggeber

Umweltbundesamt

Partner

  • INFRAS AG
  • LBST Ludwig Bölkow-Systemtechnik GmbH

Projektbeschreibung

Projektziel

Ein wesentliches Ziel dieses Vorhabens war die Ableitung von ambitioniert realistischen Minderungszielen der Treibhausgasemissionen für den Verkehrsbereich unter Beachtung des sektorübergreifenden Minderungsziels von 80-95 % bis zum Jahr 2050 gegenüber 1990. Um die Umsetzbarkeit der Ziele aus der Perspektive des Verkehrs bewerten zu können, wurde ein Klimaschutzszenario entwickelt. Ein Schwerpunkt lag auf der Betrachtung des Güterverkehrs. Diskutiert wurden die Auswirkungen von Vermeidungs-, Verminderungs- und Verbesserungsmaßnahmen (Verkehrswende) und des Einsatzes erneuerbarer Energieträger (Energiewende) auf die Treibhausgasemissionen und den Bedarf an erneuerbaren Energien. Die Energiewende im Güterverkehr wurde aus dem Blickwinkel zweier Technikoptionen untersucht: aus erneuerbaren Strom hergestellte Power-to-Liquid-Kraftstoffe und dem Oberleitungs-Hybrid-Lkw.

Ergebnisse

Soll in Deutschland sektorübergreifend eine Treibhausgasminderung von 95 % erreicht werden, muss der Verkehr nahezu treibhausgasneutral sein. Von dieser Prämisse ausgehend, ist das Klimaschutzszenario entwickelt worden. Kernelement eines treibhausgasneutralen Verkehrs ist eine konsequente Energiewende im Verkehr, die den Einsatz von Kraftstoffen einschließt, die aus erneuerbarem Strom hergestellt werden. Die Umstellung des Verkehrs auf erneuerbare Energieträger wird einfacher und günstiger, wenn gleichzeitig mittels einer Verkehrswende der Endenergieverbrauch des Verkehrs deutlich sinkt. Die Ergebnisse zeigen, dass durch ambitionierte Maßnahmen der Verkehrswende und den konsequenten Einsatz von Elektromobilität eine Minderung des Endenergieverbrauchs zwischen 50 und 60 % möglich ist – allerdings ohne Einbezug internationaler Verkehre. Im Straßengüterverkehr kann eine Minderung um 25 % erreicht werden. Zusammen mit dem Einsatz erneuerbarer Energien (Energiewende) im Verkehr wird diese Minderung des Endenergiebedarfs im Verkehr (Verkehrswende) als effiziente Strategie zur Erreichung der sektorübergreifenden Klimaschutzziele vorgeschlagen.

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Studie Klimaschutzbeitrag des Verkehrs bis 2050 (PDF, 3,6 MB)

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