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Bericht

Weiterentwicklung und vertiefte Analyse der Umweltbilanz von Elektrofahrzeugen

Laufzeit

September 2011 - Mai 2014

Auftraggeber

Umweltbundesamt

Projektbeschreibung

Projektziel

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 einen Massenmarkt für Elektrofahrzeuge zu schaffen. Zur Umwelt- und Ressourcenbewertung der verschiedenen Konzepte sind Analysen notwendig, die den gesamten Lebensweg eines Fahrzeugs betrachten. Während die Nutzungsphase und Strombereitstellung bereits detailliert untersucht wurden, liegt der Schwerpunkt dieses Projektes im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) auf der Fahrzeugherstellung. Die bisherigen Analysen wurden insbesondere um eine Betrachtung der Umweltwirkungen durch den Abbau der eingesetzten Rohstoffe (Ressourcenaufwand) erweitert.

Ergebnisse

Die Ergebnisse für die einzelnen Lebenswegabschnitte lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Vorteile haben Elektrofahrzeuge potenziell in der Nutzungsphase durch die hohe Energieeffizienz des Antriebsstrangs und insbesondere durch den zukünftig steigenden Anteil erneuerbarer Energien in der Strombereitstellung. Klimabilanz und kumulierter Energieaufwand werden überwiegend durch die Nutzungsphase beeinflusst und zeigen daher in der Gesamtbetrachtung Vorteile für Elektrofahrzeuge.
  • Nachteile für Elektrofahrzeuge ergeben sich vor allem bei der Fahrzeugherstellung. Kumulierte Rohstoffaufwand, Wasserbedarf sowie Versauerung und gesundheitliche Belastungen werden überwiegend durch die Herstellung der Fahrzeuge beeinflusst und zeigen daher aktuell in der Gesamtbetrachtung Nachteile für Elektrofahrzeuge.

Um die potenziellen Vorteile von Elektrofahrzeugen in der Nutzungsphase zu steigern, gilt es einerseits die Energieeffizienz der Fahrzeuge zu erhöhen und andererseits negative Umweltwirkungen des verbleibenden Energieverbrauchs durch einen Umbau der Energiewirtschaft weitgehend zu vermeiden. Die negativen Auswirkungen des höheren und umweltbelastenden Materialeinsatzes in der Herstellungsphase sollten dagegen inputseitig durch rohstoffeffiziente Produktgestaltung und weitgehende Kreislaufwirtschaft reduziert werden.

 

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