Wirtschaftliches Potenzial für eine effiziente Wärme- und Kälteversorgung

Europaflagge im Wind

Die europäische Energieeffizienz-Richtlinie 2012/27/EU (EED) sieht mit Artikel 14 zur Förderung von Effizienz bei der Wärme- und Kälteversorgung in Absatz 1 eine umfassende Bewertung des Potenzials für den Einsatz der hocheffizienten KWK und der effizienten Fernwärme- und Fernkälteversorgung vor. Ferner sollen nach Absatz 3 die Mitgliedstaaten eine Kosten-Nutzen-Analyse für ihr gesamtes Hoheitsgebiet durchführen, bei der klimatische Bedingungen, wirtschaftliche Tragfähigkeit und die technische Eignung berücksichtigt werden.

Landkarten

Ziel des Forschungsvorhabens ist daher die Erstellung von Landkarten des gesamten Hoheitsgebiets mit Angaben zu den ermittelten Wärme- und Kältebedarfsgebieten, die Analyse des wirtschaftlichen Potenzials für eine effiziente Wärme- und Kälteversorgung sowie die Entwicklung potenzieller neuer Strategien und strategischer Maßnahmen.

Ausgehend vom Grundlagenszenario des Nationalen Energie- und Klimaschutzplans (NECP) bewertet das Konsortium den Einsatz verschiedener Wärme- und Kälteversorgungstechnologien hinsichtlich wirtschaftlicher, soziökonomischer und ökologischer Faktoren. Ferner ermitteln sie verschiedene Versorgungsoptionen auf Basis von erneuerbaren Energien oder effizienten Wärme- und Kälteversorgungstechnologien. Dafür disaggregieren die ForschungsnehmerInnen kleinräumig die nationalen Szenarienergebnisse mit Hilfe des Wärmeatlas 2.0 (WaD) des ifeu. Die resultierenden Landkarten stellen den Wärmeverbrauch für die verschiedenen Sektoren (Haushalte, Dienstleistungen und Industrie) und Anwendungen (Raumwärme und Warmwasser, Prozesswärme und -kälte, Klimakälte) in den Jahren 2020, 2030 und 2050 dar. Sie sind in einem Onlinetool verfügbar.

Ermittlung von Potenzialen

Um die wirtschaftlichen Potenziale für eine effiziente Wärme- und Kälteversorgung weiter analysieren zu können, werden die Daten kontinuierlich auf Gemeindeebene ermittelt und um die Ergebnisse der Potenzialanalyse für verschiedene erneuerbare Energieträger ergänzt. Ausgehend von diesen Daten können potenzielle Fernwärmegebiete identifiziert und deren wirtschaftlicher Versorgungsmix ermittelt werden. Eine umfangreiche Kosten-Nutzen-Analyse ergänzt die Arbeiten.

Die quantitativen Ergebnisse erlauben es, potenzielle neue Strategien und strategische Maßnahmen zu entwickeln, die zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und zur Primärenergieeinsparung beitragen.

Laufzeit

Projektbeginn Februar 2020

Auftraggeber

Umweltbundesamt

Partner

Prognos AG

IREES GmbH – Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien

Weitere Informationen

Abschlussbericht (pdf, 17.1 MB)

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