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Neukonzeption des Gebäudeenergiegesetzes (GEG 2.0) zur Erreichung eines klimaneutralen Gebäudebestandes

Zu sehen ist eine fiktive Skala, auf der der Eintrag 0% CO2 abgezeigt wird

Gegen das alte GEG zu sein ist einfach, ein besseres auszuarbeiten dagegen ganz schön komplex. Ein Forschungskonsortium aus ifeu-Institut, Energie-Effizienz-Institut und dem Architekten Burkhard Schulze Darup hat sich der Aufgabe gestellt und im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg einen Vorschlag für das GEG 2.0 erarbeitet.

Die Ansprüche an das neue GEG waren klar: es sollte vom Ziel her gedacht sein, klar und nachhaltig, ambitioniert im Neubau, richtungsweisend im Bestand, keine Lock-Ins und Bereu-Investitionen auslösen und dabei auch noch einfach und robust sein. Zusätzlich sollte es auch die Entwicklungen in der EU berücksichtigen, wie etwa die Zielverschärfung im Green Deal, die Renovation Wave oder die Anforderungen an die schlechtesten Gebäude gemäß Gebäuderichtlinie. Weiterhin sind auch die gerechte Kostenverteilung wichtig und eine angemessene Berücksichtigung der Baukultur von Bedeutung.

Ziel des Projektes war nicht ein fertig formuliertes Gesetz, sondern vielmehr der Entwurf von Eckpunkten und Elementen eines neuen GEG. Dazu wurden die Alternativen analysiert und berechnet.

Das Ergebnis des GEG 2.0 sind acht Kernelemente, die die Bereiche Fordern und Fördern, Treibhausgas-Faktoren und Energieausweise umfassen. Weiter werden Anforderungen an Neubauten und bestehende Gebäude definiert sowie Einschränkungen für Heizkessel mit fossilen Brennstoffen und Effizienz im Betrieb beschrieben.

Die acht Elemente können einzeln in ein neues GEG-Konzept eingebaut werden. Ihre ganze Wirkung entfalten sie aber erst im Zusammenspiel. Denn der Entwurf kombiniert unterschiedliche, z. T. auch ganz neue Steuerungsansätze, beispielsweise: die Abkehr vom Referenzgebäudeverfahren; die Schaffung von Anreizen für eine vorausschauende Gebäudeplanung, etwa einen ambitionierten Sanierungsfahrplan und die Kombination von Fordern und Fördern, um eine sozial gerechte Lastenteilung zu ermöglichen.

Mehr Informationen finden Sie hier.

Die Studie zum GEG 2.0 können Sie hier downloaden.