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UBA-Bericht zu Kunststoffrecycling: Produktdesign sollte im Fokus stehen

Eine Optimierung des Kunststoffrecyclings zielt auf eine deutliche Umweltentlastung. Wie diese erreicht werden kann, untersuchte das Projekt Steigerung des Kunststoffrecyclings und nahm dabei Sortierprozesse, Prozesse der Kunststoffaufbereitung sowie den Einsatz von Kunststoffrezyklaten in den Fokus. Die nun vorliegende Studie macht deutlich: die derzeit bestehenden technischen Möglichkeiten werden in Deutschland nicht in vollem Umfang ausgeschöpft. Als Grund wurden mehrere Problemfelder identifiziert, die zusammen das Recycling von Kunststoffabfällen erschweren:

  1. Störstoffe (z.B. Fremdkunststoffe, Verbundmaterialen oder Additive) – sie erschweren bzw. verhindern eine saubere Trennung, sofern die Anlage nicht dem Stand der Technik entspricht
  2. Mangelnde Farbsortierung – die Technik dazu wäre grundsätzlich verfügbar
  3. Gerüche – diese erschweren oder verunmöglichen Rezyklate im Bereich Verpackungen oder zum Einsatz im Innenbereich. Wirksame Waschverfahren oder der Einsatz von Tensiden könnten Gerüche reduzieren, werden aktuell jedoch kaum realisiert, da sie mit erheblichem Betriebsmittel- und Energieeinsatz verbunden sind
  4. Kontaminationen – die sachgerechte Aufarbeitung kontaminierter Kunststoffe wäre technisch möglich. Sie ist jedoch so aufwendig, dass sie in der Praxis aus wirtschaftlichen Gründen kaum praktiziert wird

Technische Möglichkeiten bzw. Innovationen stellen demnach nicht die alleinige Lösung dar, um Kunststoffrecycling signifikant zu steigern. Vielmehr müssen die Produkte selbst optimiert werden – mit Produktdesign, dass stärker an der Recyclingfähigkeit der Kunststoffprodukte ausgerichtet ist, so das Fazit der Studie, die Sie hier downloaden können.