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Vorteile beider Systeme nutzen: Hochleistungsschnelllader und Oberleitung im Vergleich

Derzeit wird die Serienproduktion von Batterie-Lkw von vielen Herstellern geplant und erste Fahrzeugmodelle werden eingeführt. Ein Ladestandard mit höherer Ladeleistung von bis zu einem Megawatt, das sogenannte Megawatt Charging System (MCS), ist derzeit in Planung und könnte ab 2025 bis zu 400 Kilometern Reichweite innerhalb der gesetzlichen Pausenzeit von 45 Minuten Nachladen ermöglichen. Parallel dazu werden derzeit Oberleitungs-Lkw auf mehreren öffentlichen Straßen in Deutschland und Europa erprobt, die elektrisches Fahren und perspektivisch auch das Nachladen der Batterie während der Fahrt ermöglichen. Die Erprobungsphase beider Technologien bis 2025 erscheint sinnvoll. Bereits in dieser Phase könnten Synergien auf Seiten der Fahrzeuge oder des Infrastrukturausbaus (wie beispielsweise ein gemeinsamer Anschluss an das Stromnetz) genutzt werden. Ab 2025 bis 2030 könnten MCS und Oberleitungen in größerem Maßstab parallel errichtet werden. Oberleitungen könnten dann zunehmend auch als Ladeinfrastruktur für rein elektrische Lkw verwendet werden, wenn diese mit einem Stromabnehmer ausgestattet werden.

Eine ausführliche Darstellung der Potenziale – auch im Hinblick auf Akzeptanz und Abläufe im Lkw-Betrieb – gibt es in der Publikation „Infrastruktur für Elektro-Lkw im Fernverkehr. Hochleistungsschnelllader und Oberleitung im Vergleich“ von Fraunhofer ISI, Öko-Institut und ifeu. Die Zwischenergebnisse stammen aus der „Begleitforschung Oberleitungs-Lkw in Deutschland (BOLD)“, gefördert mit Mitteln des Bundesumweltministeriums.

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