Internationale Zusammenarbeit

Global denken – lokal handeln: Für den globalen Klimawandel ist letztlich unerheblich, wo die Treibhausgasemissionen entstehen, entsprechend ist beim Klimaschutz der Blick über den deutschen und europäischen Tellerrand wichtig. Zusätzlich ist die Belastung der Luft mit verkehrlichen Schadstoffen in vielen Megacitys der Schwellenländer besonders groß. Die Kompetenz des ifeu im Bereich Emissionsmodellierung, Analyse alternativer Antriebe und Entwicklung von Minderungsmaßnahmen und -strategien kann hier einen wichtigen Beitrag leisten, um lokale Lösungen zu unterstützen. Das ifeu ist daher in zahlreichen Projekten der internationalen Zusammenarbeit engagiert.

Die ifeu-Projekte der internationalen Zusammenarbeit im Bereich Verkehr werden großteils im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt. Gegenstand der Zusammenarbeit sind Bilanzierungen und Emissionsmodellierung sowie verkehrliche Minderungsmaßnahmen und -strategien.

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Projekte

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SMART – Elektromobilität in Ruanda

In Ruanda will man den Umweltproblemen des Verkehrs mit einem Ausbau der Elektromobilität entgegengewirken. Dazu wurde im Rahmen eines Projekts zu „Sustainable Mobility and Rapid Transport“ (SMART) nun eine Machbarkeitsstudie erstellt.

A transjakarta bus uses its separte traffic lane on Sudirman avenue to beat the heavy traffic in Jakarta business district in Indonesia capital city.

Bus Rapid Transit Systeme (BRT) in Indonesien

Megacitys – Megastau. Wie bleibt die wachsende Bevölkerung in den Großstädten Indonesiens mobil? Welche umweltfreundliche Alternative für Pkw und Moped gibt es? Experten des ifeu untersuchten in drei Städten, wie viel Treibhausgas mit den geplanten Schnellbussystemen (Bus Rapid Transit – BRT) eingespart werden könnte.

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NUMP for Tunisia

Dieses Projekt in Tunesien ermöglichte die Erstellung eines nationalen Bottom-up-Inventars der Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors. Darauf aufbauend wurde eine Strategie für einen nachhaltigen Verkehr erarbeitet, welche ein Bündel von Maßnahmen umfasst, die mit lokalen Behörden und Partnern diskutiert wurden. Das ifeu untersuchte hierbei das Treibhausgas-Reduktionspotenzial und weitere positive Nebeneffekte einer solchen Strate-gie und erarbeitet einen Ansatz zur fortlaufenden Messung und Überprüfung der Wirkun-gen. Die MRV-Prinzipien (Monitoring, Reporting und Verification), wie sie von der United Nation Climate Action definiert wurden, waren die Grundlage für das gesamte Projekt, das die Entwicklung eines NUMP (National Urban Mobility Plan) vorantreibt.

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Capacity Building: Treibhausgas-Inventar für den Verkehr in Afrikanischen Staaten

Die FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) und das IFDD (Institut de la Francophonie pour le développement durable) organisierten im August 2017 in Rom einen Workshop zum Thema nationales THG-Inventar in den Energie- und Landwirtschaftsbereichen. Das ifeu führte dort mit den 22 teilnehmenden frankophonen Ländern eine Schulung zur Bottom-up-Berechnung der nationalen THG-Emissionen des Verkehrs durch.

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Energieeffizienz und nachhaltiger Verkehr in Zypern

Das Projekt Energieeffizienz und nachhaltiger Transport in Zypern analysiert Potenziale der Nutzung von alternativen Kraftstoffen, d. h. Biokrafstoffe, Erdgas und Elektromobilität im Straßenverkehr und im Seetransportsektor mit dem Ziel, den Anteil erneuerbarer Energiequellen zu erhöhen und die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen bis 2020 und weiter bis 2050 zu reduzieren.

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CO2-Minderungspotenziale des öffentlichen Verkehrs in Südafrika

Wie lässt sich eine nachhaltige Stadtmobilität in Südafrika gestalten? Diese Frage wurde anhand der möglichen CO2-Minderung durch den öffentlichen Personenverkehr anhand von Zukunftsszenarien analysiert.

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Emissionsinventar für den Verkehr in Vietnam

Der Verkehr gewinnt in Vietnam zunehmend an Bedeutung – und damit auch die Notwendigkeit einer Klimaschutzstrategie. Als Grundlage wurde ein Emissionsmodell für den Straßen-, Schienen-, Luft- und Schiffsverkehr entwickelt.

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GIZ China

Maßnahmen gegen Emissionen aus dem Verkehr in China wurden von Experten des ifeu auf mehreren Workshops in Peking diskutiert. Die Koordination erfolgte durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

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Transport in China – Energieverbrauch und Emissionen verschiedener Verkehrsträger

Die Studie liefert Informationen, Hintergrundmaterial und Szenarios zur Situation des chinesischen Verkehrssektors sowie zu möglichen zukünftigen Entwicklungen.

Kontakt:

Udo Lambrecht

Dipl.-Physiker
Tel.: +49 (0)6221 4767 35
E-Mail: udo.lambrecht@ifeu.de