TREMOD
Was ist TREMOD?
Das Emissionsberechnungsmodell „TREMOD“ (Transport Emission Model) bildet den motorisierten Verkehr in Deutschland hinsichtlich seiner Verkehrs- und Fahrleistungen, Energieverbräuche und den zugehörigen Klimagas- und Luftschadstoffemissionen für den Zeitraum seit 1960 und in einem Trendszenario bis 2050 ab. Es wurde vom ifeu-Institut im Auftrag des Umweltbundesamtes entwickelt und wird seit mehreren Jahren kontinuierlich fortgeschrieben. Die TREMOD-Modellfamilie umfasst neben dem TREMOD Hauptmodul (alle Verkehrsarten) auch räumlich differenzierte Module für den Luft- und Binnenschiffsverkehr sowie mobile Maschinen und Geräte (auch Non Road Mobile Machinery).
Wofür wird TREMOD genutzt?
TREMOD ist in Deutschland die wichtigsten Datenquelle für alle Fragestellungen zum Energieverbrauch sowie zu den Klimagas- und Luftschadstoffemissionen des Verkehrs und der mobilen Maschinen. Die wichtigsten aktuellen Einsatzbereiche von TREMOD und TREMOD-MM sind:
- Erfüllung der nationalen und internationalen Berichtspflichten der Bundesregierung im Bereich „Energie und Emissionen des Verkehrs“
- Vorbereitung von politischen Entscheidungen (z.B. Abgasgesetzgebung, Fördermaßnahmen) sowie Überprüfung der Wirksamkeit von Maßnahmen
- Überprüfung von Minderungszielen, z.B. aufgrund von Verpflichtungen auf internationaler Ebene (NEC-Richtlinie, Kyoto-Protokoll)
- Datenbasis für Umweltkennzahlen des Verkehrs, z.B. für Ökobilanzen oder Umweltvergleiche
Das TREMOD Modell selbst ist nicht öffentlich verfügbar. Anfragen zu Auswertungen und Daten können beim Umweltbundesamt gestellt werden.
Wie werden die Emissionen im Straßenverkehr berechnet?
In TREMOD werden alle in Deutschland betriebenen Personenverkehrsarten (Pkw, motorisierte Zweiräder, Busse, Bahnen, Flugzeuge) und Güterverkehrsarten (Lkw, Bahnen, Schiffe) erfasst. Das Verkehrsmengengerüst besteht aus den Bestands- und Neuzulassungen aller Kfz in Deutschland und deren jährlicher Fahr- und Verkehrsleistungen. Die Berechnung der freigesetzten Schadstoffmengen basiert auf den Emissionsfaktoren aus dem Handbuch für Emissionsfaktoren (HBEFA). Als Emissionen werden u.a. Stickstoffoxide, Kohlenwasserstoff (differenziert nach Methan und Nicht-Methan-Kohlenwasserstoffen) sowie Benzol, Kohlenmonoxid, Partikel, Ammoniak, Distickstoffoxid, Kohlendioxid und Schwefeldioxid erfasst. Bilanziert werden die direkten Emissionen einschließlich der Verdunstungsemissionen und diejenigen Emissionen, die in der Energiebereitstellung entstehen.
Kontakt
Wolfram Knörr
Dipl.-Wirtschaftsingenieur
+49 (0)6221 4767 37
wolfram.knoerr@ifeu.de
Christoph Heidt
Dipl.-Geoökologe
+49 (0)6221 4767 39
christoph.heidt@ifeu.de