Nachrichtenarchiv

Neue Studie: Elektrifizierung von mobilen Maschinen und Geräten, Sportbooten und motorisierten Zweirädern

Viele kleine und mittelgroße nicht straßengebundene mobile Maschinen (NRMM) lassen sich aus technischer Sicht bis 2050 elektrifizieren. Für große Maschinen mit hohem Leistungsbedarf bestehen jedoch weiterhin Einschränkungen. Eine aktuelle Studie empfiehlt daher eine Kombination aus Elektrifizierung, gezielten regulatorischen Anreizen und der Verwendung erneuerbarer Kraftstoffe für Anwendungen, die sich nur schwer elektrifizieren lassen. Zu den konkreten regulatorischen Optionen, die derzeit diskutiert werden, gehören stufenweise eingeführte Quoten für emissionsfreie Fahrzeuge (ZEV-Vorgaben) und flexible Gutschriftsysteme.

ifeu entwickelt bisher einzigartige LCA-Referenzdatenbank für Deutschland

Das Umweltbundesamt hat ein Konsortium unter Leitung des ifeu mit der umfassenden inhaltlichen und technischen Weiterentwicklung der ProBas-Datenbank beauftragt. Ziel ist der Aufbau einer bisher einzigartigen, frei verfügbaren, qualitätsgesicherten LCA-Referenzdatenbank für Deutschland. Sie soll Unternehmen, Verwaltungen, Forschungseinrichtungen und Nachhaltigkeitsexpertinnen und -experten künftig eine verlässliche Datengrundlage für Umwelt- und Klimabewertungen bereitstellen.

Hohe Zufriedenheit mit Wärmepumpen – Erfahrungen positiver als Erwartungen

Eine aktuelle Befragung von ifeu, Öko-Institut und co2online zeigt: Die Erfahrungen von Hauseigentümerinnen mit Wärmepumpen sind überwiegend positiv. 95 Prozent der Befragten sind zufrieden oder sehr zufrieden. Gleichzeitig bremsen hohe wahrgenommene Kosten, Unsicherheit bei der Förderung und verbreitete Fehlannahmen viele Eigentümerinnen noch aus.

Gewässer als Wärmequelle: ifeu sieht großes Potenzial in Aquathermie

Im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat das ifeu die Bedeutung von Gewässerwärmepumpen für die Wärmewende in Baden-Württemberg untersucht. Dabei zeigt sich, dass Gewässerwärmepumpen, besonders in Verbindung mit Wärmenetzen, die auf einen Schlag eine große Zahl von Gebäuden zentral auf eine erneuerbare Wärmeversorgung umstellen, eine gewichtige Rolle spielen können. Sonneneinstrahlung, Niederschlag und Grundwasserzuflüsse tragen dazu bei, dass Flüsse und Seen kontinuierlich Wärme aufnehmen und speichern. Gewässerwärmepumpen nutzen diese. Positiver Nebeneffekt: Die Wärmeentnahme kann lokal dazu beitragen, der zunehmenden Erwärmung von Gewässern entgegenzuwirken.

Neue Studie zu E-Fuels und Wasserstoff: Wie die Industrie ihre eigenen Klimaziele erreichen muss

Im Rahmen des Projektes NEET (2023-2025) analysierten die Forschenden von ifeu und Germanwatch sowohl die Produktion als auch den Transport und die Umwandlung der strombasierten erneuerbaren Energieträger. Auf dieser Grundlage konnten die wesentlichen Emissions-Hotspots entlang der Wertschöpfungsketten identifiziert und gezielte Minderungsmaßnahmen entwickelt werden. Im Anschluss der verbesserten Prozesse haben die Forschenden nochmals die Umweltwirkungen für Wasserstoff und Derivate berechnet und verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Treibhausgasemissionen gegenüber fossilen Referenzprodukten durch optimierte Prozesse um bis zu 90 Prozent reduzieren lassen. Dennoch verbleiben auch unter optimalen Bedingungen Restemissionen von etwa 10 bis 20 Prozent. Diese entstehen insbesondere bei der Herstellung von Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen, Elektrolyseuren, Reaktoren, Transportmitteln und weiterer Infrastruktur.

Neue Studie: Bringen kommunale Verpackungssteuern einen ökologischen Vorteil?

Kommunale Verpackungssteuern sollen Verpackungsabfälle reduzieren. Doch erreichen sie dieses Ziel wirklich? Eine von der DIHK und weiteren Verbänden in Auftrag gegebene Untersuchung zeigt, was kommunale Verpackungssteuern wirklich bringen, nämlich hohe Kosten für Betriebe, Kommunen und Verbraucher, aber nur einen geringen ökologischen Nutzen: Kommunale Verpackungssteuern erfassen lediglich 0,7 Prozent des gesamten Verpackungsverbrauchs in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) und des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH (ifeu). Gleichzeitig verursacht die Steuer erhebliche wirtschaftliche und bürokratische Belastungen für Unternehmen, Kommunen und Verbraucher, während ihr Beitrag zu Abfallvermeidung und Klimaschutz gering bleibt.

Erbsenprotein im Umweltcheck: ifeu schafft einheitliche Grundlage für den Vergleich verschiedener Proteinquellen

Wie nachhaltig sind pflanzenbasierte Proteinquellen? Die neue Studie des ifeu untersucht am Beispiel von Erbsenprotein die Umweltwirkungen verschiedener Verarbeitungsstufen – und schafft eine einheitliche Grundlage für den Vergleich innovativer Proteinprodukte. Die Nachfrage nach pflanzlichen Proteinen wächst. Sie spielen eine wichtige Rolle für die Entwicklung neuer Lebensmittel und können dazu beitragen, Ernährungssysteme nachhaltiger zu gestalten. Gleichzeitig fehlten bislang vergleichbare und belastbare Daten zu den Umweltwirkungen vieler neuartiger Proteinprodukte. Eine aktuelle Studie des ifeu zeigt nun am Beispiel von Erbsenprotein, wie sich unterschiedliche Verarbeitungsschritte auf den ökologischen Fußabdruck auswirken.

Strategien für die Dekarbonisierung der Fernwärme in Deutschland: Forschungsprojekt abgeschlossen

Das vom BMWE finanzierte Forschungsprojekt „Wärmewende: Strategien für den Einsatz klimaneutraler Fernwärmetechnologien“ untersuchte seit 2023, wie ausgewählte Technologien zur Beschleunigung der Wärmewende gezielt unterstützt werden können. Bearbeitet wurde das Projekt von einem Konsortium unter der Leitung von HIC Consulting; die Betreuung übernahm die Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE). Der nun veröffentlichte Abschlussbericht liefert konkrete Antworten für den Einsatz von Großwärmepumpen, unvermeidbare Abwärme, Solarthermie und Großwärmespeichern. Im Rahmen des Projekts wurden zentrale Hemmnisse systematisch identifiziert und technologiespezifisch mit konkreten Lösungsansätzen und praxisnahen Handlungsempfehlungen für die Beschleunigung des Markthochlaufs hinterlegt.

Projekt „Dein.Klima“: Wir bleiben am Ball! 19 Schulen aus dem Rhein-Neckar-Kreis sind weiterhin aktiv für Klima und Umwelt

Beim Klimaschutz kommt es auf Ausdauer, Teamgeist und kontinuierliches Engagement an. Oder, passend zum Motto der diesjährigen Abschlussfeier des Projekts: Wir bleiben am Ball! Seit fünf Jahren setzen sich Schulen im Rhein-Neckar-Kreis im Rahmen des Projekts „Dein.Klima“ für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Schulalltag ein. Für ihre Aktivitäten im vergangenen Schuljahr wurden nun 19 Schulen mit einer Prämie ausgezeichnet. Anlässlich der Übergabe der Prämienurkunden trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der teilnehmenden Schulen am Donnerstag vergangene Woche im ifeu Institut in Heidelberg. Die Auszeichnung würdigt das vielfältige Engagement der Schulen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie und Ressourcen im Schulalltag.