Biobasierte Kunststoffe als Verpackung von Lebensmitteln

Laufzeit

April 2016 - April 2018

Auftraggeber

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Partner

Fraunhofer IVV

narocon Innovation Consult

Projektbeschreibung

Das Institut für Energie-und Umweltforschung (ifeu) in Heidelberg, in Kooperation mit Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) in Freising und narocon Innovationsberatung in Berlin, wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sowie von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) mit der Durchführung der Studie „Biobasierte Kunststoffe als Verpackung von Lebensmitteln“ beauftragt. Hintergrund ist die Bioökonomie-Strategie der Bundesregierung, mit der ein schrittweiser Wechsel zu einer nachhaltigen biobasierten Wirtschaft angestrebt wird.

Kurz- bis mittelfristig wird das größte Marktpotenzial für biobasierte Kunststoffe im Verpackungssektor erwartet.

Beispiele schon existierender biobasierter Kunststoffverpackungen – unterschieden nach Verpackungstypen © european-bioplastics.org

 

Häufig weisen biobasierte Kunststoffe physikalisch-chemische Eigenschaften (z.B. Luft-, Dampf-, Sauerstoffdurchlässigkeit, Modulus, etc.) auf, die sie gerade für die Verpackung von Lebensmitteln besonders geeignet erscheinen lassen. Dennoch sind sie auf dem deutschen Markt mengenmäßig noch wenig präsent.

Ziel des Projekts ist daher die Ermittlung des Handlungsbedarfs zum verstärkten Einsatz biobasierter Kunststoffverpackungen mit Lebensmittelkontakt. Dabei sollen die aktuelle deutsche Marktsituation und die Marktpotenziale sowie bestehende Hemmnisse ermittelt werden. Im Rahmen der Untersuchung werden insbesondere die rechtliche Situation beim Einsatz von biobasierten Kunststoffen und mögliche gesundheitsrelevante Aspekte sowie die Umweltauswirkungen über den gesamten Lebensweg der biobasierten Kunststoffver­packungen inklusive der Entsorgung beleuchtet.

Die Projektbearbeitung erfolgt entlang definierter aufeinander aufbauender Arbeitspakete.

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Bearbeitungsstruktur des Projektes (Für größere Darstellung klicken)

 

Ausgehend von der aktuellen Situation und den identifizierten Hemmnissen sollen spezifische Handlungsempfehlungen erarbeitet werden, die dazu geeignet sind, die Akzeptanz und die Verwendung von Biokunststoffen als Lebensmittelverpackung zu stärken. Dabei sind Problemstellungen und Defizite für einen verstärkten Marktzugang biobasierter Kunststoffverpackungen für Lebensmittel auf allen Stufen der Wertschöpfungskette (Anbau, Verarbeitung, Verwendung, Entsorgung) zu vermuten. Mit Blick auf einen effektiven Gesundheits- und Verbraucherschutz einerseits und einer weiteren ökologischen Optimierung andererseits sollen die Möglichkeiten einer besseren Verzahnung der Wertschöpfungsstufen aufgezeigt werden. Dies ist auch ganz im Sinn einer Stärkung der Kreislaufwirtschaft.

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Exemplarische Darstellung von Schnittstellen (Für größere Darstellung klicken)

 

Die Projektpartner befassen sich seit vielen Jahren als professionelle Dienstleister mit Aufgabenstellungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dabei sind durchaus komplexe Zusammenhänge zu erwarten. So werden die Schnittstellen nicht nur zwischen in der Wertschöpfungskette direkt verknüpften Akteuren liegen, sondern auch mehrere Kettenglieder übergreifend aufzufinden sein. Auch zwischen den einzelnen Themenbereichen wird es Schnittstellen geben.

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Exemplarische „Akteurskartierung“ entlang der Wertschöpfungskette (Für größere Darstellung klicken)

 

Auf jeder Stufe sind bereits zahlreiche Akteure tätig. Die Marktakteure sollen bei der Problemanalyse wie auch bei der Entwicklung von Lösungsvorschlägen eng eingebunden werden.

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