© Lars-Arvid Brischke, ifeu

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DETECTIVE - Energieeinsparung durch Digitalisierung

Systematische Erfassung und Bewertung des Energiesparpotenzials von digitalen Anwendungen im Strom- und Wärmebereich

Laufzeit

Juli 2020 - Juni 2022

Gefördert durch

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Partner

Verbundpartner

Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) GmbH, gemeinnützig, Berlin und Heidelberg (Projektleitung)

Projektpartner

ista international GmbH, Essen

Discovergy GmbH, Heidelberg

Praxispartner

bitkom, BUND Bundesverband, vzbv

Projektbeschreibung

Der Smart-Meter-Rollout steht – zumindest beim Strom – in den Startlöchern. Perspektivisch wird dieser auch im Wärmebereich erfolgen. Mit der breiten Markteinführung neuer digitaler Messsysteme wird in den nächsten Jahren die technische Infrastruktur für die Digitalisierung der Energiewende geschaffen, die neben einer elektronischen Energieabrechnung für Strom und Wärme auch die Integration von erneuerbaren Energien, die Sektorenkopplung und Prosumer-Modelle ermöglichen und erleichtern soll. Energieverbräuche und weitere Betriebsparameter digital zu messen, bietet zudem die technische Chance, bisher verborgene Energieeffizienz- und Energieeinsparpotenziale systematisch zu identifizieren, differenziert und in Echtzeit sichtbar zu machen sowie durch teil- oder vollautomatische Regelungs- und Optimierungsstrategien auszuschöpfen.

Energieeffizienz- und Energieeinsparpotenziale durch digitale Energiemessung, Regelung und Optimierung

Das Projekt DETECTIVE zielt darauf ab, die Chancen und die Risiken der zunehmenden Digitalisierung des Energiesystems auf der Seite der Energieanwendung, etwa durch Heizungs- oder Stromverbrauchsmonitoring, systematisch zu quantifizieren. Für ausgewählte  Konfigurationen aktuell marktverfügbarer Produkte zur elektronischen Messung, Regelung und Optimierung des Strom- und Wärmeverbrauchs sowie der Wärmebereitstellung und -verteilung sollen  Effizienz- und Einsparpotenziale quantifiziert werden. Gemeinsam mit Nutzer/innen sollen dazu passende Dienstleistungen erörtert und entwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, unter welchen Bedingungen die Datenerfassungs- und -verarbeitungsvorgänge von Smart Metern im Wärme- und Strombereich aus der Perspektive von Energiekundinnen und -kunden akzeptabel und inwiefern sie insgesamt ökologisch sinnvoll sind.

Akzeptanz bei Nutzer/innen und Nettobilanz der Umwelteffekte

Voraussetzung für die Beantwortung ist es, transparent zu machen, welche Daten in welcher Auflösung gemessen werden und wie Transparenz und Verständlichkeit für Nutzer/innen sichergestellt werden können. Der zentrale Analyseschritt geht auf die Frage ein, welche Daten in welchem Umfang und auf welcher Vernetzungsebene mindestens erfasst und verarbeitet werden müssen, um die Potenziale ausschöpfen zu können. Das Projektteam untersucht darauf aufbauend, welche Nutzergruppen welchen Grad der Datenverarbeitung akzeptieren.

Schließlich werden die Energieeffizienz- und Energieeinsparpotenziale konkreter digitaler Anwendungen im Strom- und Wärmebereich bewertet, indem ihre technischen Voraussetzungen analysiert und mögliche Potenziale quantifiziert werden. Im nächsten Schritt werden die zusätzlichen Stromverbräuche der digitalen Geräte und der Informationsverarbeitung erfasst und den Einsparpotenzialen gegenübergestellt. Damit wird eine Nettobilanz aus Einsparpotenzialen und zusätzlichem Energieaufwand erstellt.

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