HeaTogether

Die etablierten Formen der Wärmeversorgung, konventionelle große Fernwärmenetze auf der einen Seite und individuelle Heizsysteme auf der anderen Seite, haben nur ein begrenztes Potenzial für die Dekarbonisierung: Bestehende Hochtemperatur-Fernwärmesysteme arbeiten bereits an oder nahe ihrer maximalen Kapazität und sind derzeit noch weitgehend auf fossile Brennstoffe angewiesen. Darüber hinaus erfordern sie eine hohe Wärmedichte im Versorgungsgebiet und sind daher für städtische und vorstädtische Gebiete mit mittlerer bis geringer Wärmedichte nicht verfügbar.

Andererseits unterliegt die Dekarbonisierung von Einzelheizungen in städtischen und vorstädtischen Siedlungsstrukturen ebenfalls einer Reihe von Einschränkungen, vor allem räumlichen Beschränkungen, beispielsweise für die Installation von (Einzel-)Luftwärmepumpen, für das Bohren von Erdwärmesonden oder für die erforderlichen PV-Anlagen, sowie wirtschaftlichen Nachteilen aufgrund der Nichtnutzung von Skaleneffekten. 

Lokale Heiz- und Kühllösungen können diese Lücke schließen – wir bezeichnen diese Lösungen als Nachbarschaftswärmenetze, wobei einige Systeme auch explizit zur Kühlung der angeschlossenen Gebäude in den Sommermonaten dienen können: siehe Bild rechts.

Im HeaTogether-Projekt wollen wir verschiedene technologische Optionen (kalte Fernwärme versus Niedertemperatur-Fernwärme) für „Nachbarschaftswärmenetze“ etablieren, wobei erstere auf der Versorgung mit kaltem Wasser, z. B. aus Erdsonden oder anderen Wärmequellen, mit individuellen Wärmepumpen in jedem Gebäude beruhen, während letztere auf einer zentralen Wärmepumpe und der Versorgung mit 60-70 °C Vorlauftemperatur aufbauen. Im Rahmen des Projekts werden technische Lösungen, Investitionspläne und Geschäftsmodelle am Beispiel mehrerer Fallstudien in 4 europäischen Ländern entwickelt.

Laufzeit

Juli 2025 – Juni 2028

Gefördert durch

EU-Kommission

Partner

e7 GmbH (Österreich), 

Urban Innovation Vienna (UIV) – Klima- und Innovationsagentur Wien (Österreich), 

DGRV – Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband e. V., Bundesgeschäftsstelle Energiegenossenschaften (Deutschland), 

Hogeschool Utrecht, Institute Design & Engineering (Niederlande), 

SEVEn – Energy efficiency centre (Tschechische Republik)

Weitere Informationen

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