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KartAL III – Erhöhung des Rezyklateinsatzes in der Baustoffproduktion

Kartierung des Anthropogenen Lagers III – Etablierung eines Stoffstrommanagements unter Integration von Verwertungsketten zur qualitativen und quantitativen Steigerung des Recyclings von Metallen und mineralischen Baustoffen

Laufzeit

10/2016 – 9/2019

Auftraggeber

Umweltbundesamt

Partner

Öko-Institut e.V.

Ifu – Institut für Umweltinformatik Hamburg GmbH

Projektbeschreibung

In Gebäuden, Infrastrukturen und langlebigen Konsumgütern hat sich über die zurückliegenden Jahrzehnte in Deutschland ein umfassender Bestand verschiedener Materialien aufgebaut, der weiter anwächst. In diesem so genannten anthropogenen Lager werden Materialien nicht nur akkumuliert, sondern am Ende von Produktzyklen auch wieder freigesetzt und erreichen die Systeme der Abfallbehandlung. Allerdings sind beteiligte Akteure wie Abfallerzeuger, Sammler, Händler, Verwerter, Aufbereiter und Produzenten selten vertikal entlang der Verwertungskette integriert und haben sehr unterschiedliche Interessenslagen und Anreizsysteme, anhand derer sie ihre Entscheidungen treffen.

Das Ziel ist es einen systematischen Beitrag zur Fortentwicklung der Kreislaufwirtschaft zu einer ressourcenschonenden Stoffstromwirtschaft zu leisten. Die Abfallströme und die Abgänge aus dem anthropogenen Lager müssen als sekundäre Rohstoffe verstanden werden. Der Stofffluss „Entsorgung“ wird vom Ende her betrachtet und mit den beteiligten Akteuren ausgearbeitet, welche Voraussetzungen entlang der Verwertungskette erfüllt werden müssen, um ein Downcycling bestmöglich zu vermeiden.

Die systemische Analyse bezieht sich zunächst auf eine vorgegebene Gruppe von mineralischen Bau- und Abbruchabfällen (Beton, Kalksandstein, Poren- und Leichtbeton, Ziegel, Flachglas, Dämmstoffe, Gipsbaustoffe, Putze, Mörtel, Fliesen und Keramik) und Basis- und Sondermetalle (Seltene Erden in Magneten, Edelstähle und ihre Legierungselemente, Messing, Zink, Zinn, Aluminium und Magnesium).

Im zweiten Schritt wird eine dynamische Modellierung der Mengenströme mithilfe von Szenarien für 2020, 2025 und 2030 durchgeführt, um das anthropogene Lager zu quantifizieren. Bei der Modellierung werden konkrete Wirkungsgrade und Verluste ausgewiesen sowie abgeschätzt welche Verwertungs- und Entsorgungspfade zu welchen Anteilen genutzt werden.

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