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Möglichkeiten der Instrumentierung von Energieverbrauchsreduktion durch Verhaltensänderung

Laufzeit

01/2017 – 12/2018

Auftraggeber

Umweltbundesamt

Partner

Öko-Institut e.V. (Hauptauftragnehmer)
Prof. Dr. Viktor Steiner / FU Berlin

Projektbeschreibung

Klimaschutzszenarien fokussieren in der Regel auf Politikinstrumente und Maßnahmen, die entweder die Effizienz von Geräten, Anlagen, Gebäuden und Prozessen steigern sollen oder den Ausbau und die Integration erneuerbarer Energien zum Thema haben. Suffizienz dagegen setzt bei Veränderung des Konsum- und Nutzungsverhaltens an. Obwohl sich durch Suffizienzmaßnahmen signifikante Energiesparpotenziale erschließbar wären, sind sie noch nicht systematisch in das energiepolitische Instrumentarium integriert, weil sie noch zu wenig als politisch steuerbare und steuerungsbedürftige Variablen betrachtet werden.

Im vorliegenden Forschungsprojekt werden ausgewählte Suffizienzmaßnahmen sowie politische Instrumente, die diese befördern sollen, vertieft betrachtet. Energie- und THG-Einsparpotenziale sowie sozioökonomische Wirkungen werden quantifiziert und Umsetzungsmöglichkeiten mit relevanten Stakeholdern erörtert. Darüber hinaus sollen gesamtwirtschaftliche Wirkungen von Suffizienzpolitiken sowie das kulturelle und diskursive  Umfeld, in dem sie um- und durchgesetzt werden müssen, untersucht werden.

Im Projekt werden die Potenziale für Suffizienzpolitiken in den Themenfeldern „Reduktion der Pro-Kopf-Wohnfläche“ und „Stromverbrauch in privaten Haushalten“ unter Berücksichtigung von Zielgruppen und Hemmnissen ausdifferenziert, analysiert und daraus Ansatzpunkte für die Ausgestaltung des Instrumentariums abgeleitet. Zudem soll mit dem Themenfeld „Reduktion der Erwerbsarbeit“ ein grundsätzlicher gesamtwirtschaftlicher Ansatz zur Förderung von Suffizienz analysiert und mit Politiken unterlegt werden. Eine Analyse von Diskursen und Narrativen zu Suffizienzpolitiken hilft, die Bedingungen für deren politische Diskussion und letztlich Durchsetzbarkeit besser zu verstehen. Schließlich soll das Projekt mit Hilfe von Fachgesprächen, Stakeholder-Workshops und Publikationen zu einer breiteren politischen Diskussion von Suffizienzpolitiken beitragen.

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