Beitrag der Siedlungsabfallwirtschaft zum Klimaschutz

Teil 1: Betrachtungen für Deutschland

Autor*innen: Günter Dehoust, Regine Vogt, Claus-André Radde, Annette Ochs, Volker Weiss, Marlene Sieck

In einer gemeinsamen Studie haben Bundesumweltministerium, Umweltbundesamt und der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft den Beitrag und das mögliche zukünftige Potenzial der Abfallwirtschaft zum Klimaschutz bestimmt. Durchgeführt wurde die Studie vom Öko-Institut und dem Institut für Energie- und Umweltforschung (IFEU). Noch 1990 hat die deutsche Siedlungsabfallwirtschaft das Klima mit fast 38 Millionen Tonnen klimaschädlicher Gase belastet. Heute entlastet sie das Klima aktiv um 18 Mio. t - jedes Jahr. Die dadurch erreichte Einsparung der Kreislaufwirtschaft von 56 Mio. t entspricht rund einem Viertel des bis 2006 erreichten gesamten Rückgangs der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Durch mehr Recycling und den Einsatz effizienterer Technologien kann dieser Beitrag bis 2020 noch gesteigert werden. In Europa spielt in vielen Staaten die Deponierung von unbehandelten Abfällen bis heute eine erhebliche Rolle. Noch 2007 wurden in der EU 27 über 42 % der Gesamtabfallmenge deponiert. Insbesondere dadurch wird das Klima belastet. Durch ein striktes Deponieverbot, die substanzielle Erhöhung der Recyclingquoten sowie durch technische Optimierung könnten 2020 insgesamt bis zu 192 Mio. t CO2-Äquivalente eingespart werden. Das entspricht 32 % der noch zu erbringenden Minderungsleistung von 600 Mio. t CO2-Äquivalente zu der sich die EU 27 freiwillig verpflichtet hat. Detaillierte Betrachtungen hierzu in Teil 2 dieses Artikels.

Jahr

2011

Format

pdf

Publikationstyp

Artikel

Weitere Inhalte zum Thema:

Ressourcen