Vom Bestand zur Zukunft: Transformation von Wohnsiedlungen in Kleinstädten
Autor*innen: Saskia Herbert, Sarah Bäcker, Lars-Arvid Brischke, Patrick Zimmermann
Kleinstädte verfügen über einen vielfältigen Wohnungsbestand, der sich nach Bauzeit und architektonischer Typologie einteilen lässt. Das Spektrum reicht von Siedlungen aus der Gründerzeit und der klassischen Moderne über Nachkriegsbebauungen bis hin zu modernen Einfamilienhaussiedlungen und Fertighaussiedlungen. Je nach geografischer Lage stehen Kleinstädte vor sehr unterschiedlichen Herausforderungen: Während in Randgebieten oft Strategien zur Nutzung leerstehender Immobilien im Vordergrund stehen, erfordern zentrale Lagen mit hohem Wohnungsbedarf Strategien zur Verdichtung. Gleichzeitig führen demografischer Wandel, eine alternde Bevölkerung und sich wandelnde Wohnbedürfnisse dazu, dass etablierte Wohnformen in einigen Fällen überholt sind. Hinzu kommen Anforderungen an energetische Sanierung und nachhaltige Modernisierung.
Aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen und Treiber – wie demografischer Wandel, Klimaschutz und Klimaanpassung sowie die Fehlverteilung von Wohnraum – geraten mit der bebauten Umwelt in Konflikt. Die Anpassung des bestehenden Gebäudebestands und der Siedlungsstrukturen ist daher der zentrale Handlungsbereich für die Zukunft, um diesen Herausforderungen bei der Bereitstellung und Schaffung von Wohnraum zu begegnen. Dies gilt sowohl für einzelne Gebäude und Gebäudetypen als auch für Stadtteile und Nachbarschaften. Dieser kurze Expertenbericht enthält praktische Empfehlungen, die den Kommunalbehörden in Kleinstädten als Orientierungshilfe bei der Umgestaltung von Wohnsiedlungen dienen sollen.