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Strategien für die Dekarbonisierung der Fernwärme in Deutschland: Forschungsprojekt abgeschlossen

Das vom BMWE finanzierte Forschungsprojekt „Wärmewende: Strategien für den Einsatz klimaneutraler Fernwärmetechnologien“ untersuchte seit 2023, wie ausgewählte Technologien zur Beschleunigung der Wärmewende gezielt unterstützt werden können. Bearbeitet wurde das Projekt von einem Konsortium unter der Leitung von HIC Consulting; die Betreuung übernahm die Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE). Der nun veröffentlichte Abschlussbericht liefert konkrete Antworten für den Einsatz von Großwärmepumpen, unvermeidbare Abwärme, Solarthermie und Großwärmespeichern. Im Rahmen des Projekts wurden zentrale Hemmnisse systematisch identifiziert und technologiespezifisch mit konkreten Lösungsansätzen und praxisnahen Handlungsempfehlungen für die Beschleunigung des Markthochlaufs hinterlegt. Im Mittelpunkt des Projekts standen vier zentrale Technologiefelder, die für die Dekarbonisierung der Fernwärmeversorgung eine entscheidende Rolle spielen: Großwärmepumpen, unvermeidbare Abwärme, Solarthermieanlagen und Großwärmespeicher.

Systematische Analyse als Grundlage für konkrete Handlungsempfehlungen
Das Projekt folgte einem einheitlichen methodischen Ansatz. Für jede Technologie wurden zunächst die bestehenden Hemmnisse identifiziert und spezifiziert. Anschließend erfolgte deren Priorisierung gemeinsam mit Stakeholder aus Praxis, Wissenschaft und Verbänden. Ergänzend wurden erfolgreiche Lösungsansätze aus europäischen Nachbarländern analysiert und auf ihre Übertragbarkeit auf Deutschland geprüft. Auf der Grundlage dieser Analysen sowie der Auswertung der wissenschaftlichen Literatur und auf Basis der eigenen Expertise entwickelte das Projektteam konkrete Handlungsempfehlungen für den Abbau der identifizierten Barrieren in jedem der vier Technologiefelder.

Die Ergebnisse zeigen: Neben technologiespezifischen Maßnahmen sind vor allem verlässliche politische und regulatorische Rahmenbedingungen entscheidend, um Investitionen in klimaneutrale Fernwärme zu ermöglichen. Förderinstrumente wie die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW), die kommunale Wärmeplanung, der Abbau von Informationsdefiziten sowie langfristige Investitions- und Planungssicherheit bilden wesentliche Voraussetzungen für einen erfolgreichen Markthochlauf.

Die Projektleitung für das Gesamtprojekt und die Federführung für mehrere Arbeitspakete lagen bei HIC Consulting. Als Konsortialpartner brachten das ifeu sowie das Öko-Institut ihre wissenschaftliche Expertise ein. Weitere fünf Praxispartner (AGFW Projekt GmbH, GEF Ingenieur AG, Consulaqua Hamburg, Ramboll Deutschland sowie PlanEnergi aus Dänemark) begleiteten das Projekt. Das ifeu bearbeitete federführend Fragen zur Nutzung unvermeidbarer Abwärme aus Industrie und Gewerbe, thermischen Abfallbehandlungsanlagen sowie Abwasser.

Projektbericht ab sofort verfügbar
Mit der Veröffentlichung des Abschlussberichts stehen die Ergebnisse des Projekts nun Politik, Energieversorgern, und weiteren interessierten Akteuren zur Verfügung. Der Bericht liefert erstmalig eine umfassende und strukturiere Analyse der bestehenden Hemmnisse sowie konkrete Empfehlungen für deren Abbau und soll damit einen Beitrag zur Beschleunigung der Transformation der Fernwärmeversorgung leisten.

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