Rauch aus einem Industrieschornstein, der die Buchstaben CO2 in den Himmel schreibt

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CORAL

CO2-Rohstoff aus Luft: Entwicklung eines hocheffizienten Verfahrens zur CO2- Bereitstellung aus Luft als Basis für die Erzeugung regenerativer Rohstoffe

Laufzeit

September 2016 - August 2019

Gefördert durch

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Partner

Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW)

Institut für Polymerchemie – Lehrstuhl für Makromolekulare Stoffe und Faserchemie der Universität Stuttgart (IPOC)

Projektbeschreibung

Kohlendioxid (CO2) ist einerseits ein klimaschädliches Abgas. Zugleich kann es aber auch als Ressource dienen – etwa für Kunststoffe oder erneuerbare Kraftstoffe – und damit in Zukunft fossiles Erdgas sowie Erdöl ersetzen. Die Gewinnung von CO2 aus der Luft leistet in mehrfacher Hinsicht einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels: Sie senkt die Konzentration des Treibhausgases in der Atmosphäre, macht es für die chemische Industrie sowie regenerative Mobilität nutzbar und ermöglicht so künftig eine drastische Reduzierung der Emissionen.

Im Rahmen des Projektes „CORAL = CO2-Rohstoff aus Luft“ soll ein Verfahren zur hocheffizienten CO2-Bereitstellung aus Luft entwickelt werden. Dieses dient als Basis für die Erzeugung regenerativer Rohstoffe aus elektrolytisch erzeugtem Wasserstoff und Luft-CO2 mittels Nutzung von Stoffströmen und Abwärmen aus Elektrolyse und Synthese.

Ziel ist es, aufbauend auf Vorarbeiten der Projektpartner ZSW und IPOC innovative Verfahrenskonzepte v.a. zur Reduktion des notwendigen Energieeinsatzes weiter zu entwickeln und in einer Versuchsanlage umzusetzen. Dabei sollen insbesondere auch Ansätze zur Substitution des elektrischen Energieeinsatzes durch Abwärmen aus Elektrolyse und nachgeschalteter Synthese verfolgt werden.

Lebenszyklusanalysen, durchgeführt vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu), haben das Ziel, diese Technologieentwicklung hinsichtlich der Umweltauswirkungen zu untersuchen und mit anderen Verfahren zu vergleichen. Dabei wird z.B. ermittelt, welche Menge an CO2-Emissionen beim Einsatz der Technologie gegenüber heutiger Herstellungsmethoden eingespart werden kann, ob bei Herstellung und Betrieb der CO2-Anlage toxische Substanzen in die Umwelt gelangen können, oder welche Rohstoffe dabei benötigt werden.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert im Rahmen der Fördermaßnahme CO2Plus – Stoffliche Nutzung von CO2 zur Verbreiterung der Rohstoffbasis.

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