Innoredux

Geschäftsmodelle zur Reduktion von Plastikmüll entlang der Wertschöpfungskette: Wege zu innovativen Trends im Handel

Laufzeit

Februar 2019 - Januar 2022

Auftraggeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Partner

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) – Koordinator

Projektbeschreibung

Idee und Ziel des Projekts Innoredux ist es, innovative Geschäftsmodelle im Distanz- und stationären Handel zu ermitteln, durch die Kunststoffverpackungen entlang der Wertschöpfungskette vermieden bzw. reduziert werden können. Diese Geschäftsmodelle erproben die Projektpartner in einem Reallaborforschungsansatz zusammen mit mehreren Praxispartnern.

Untersucht werden Innovationen des Handels in den vier Warengruppen

  • Lebensmittel
  • Kosmetika und Reinigungsmittel
  • Büroartikel sowie
  • Textilien

Das Vorhaben analysiert verschiedene Strategien: Plastikverringerung durch effizienteren Materialeinsatz, Ersatz von Plastik durch alternative, ökologisch verträglichere Materialien sowie Beeinflussung des Entscheidungsverhaltens der Konsumentinnen und Konsumenten beim Einkauf. Im Anschluss werden sowohl die Umweltwirkungen als auch die ökonomischen und sozialen Wirkungen dieser Strategien untersucht, um abzuleiten, welche von ihnen aus ökologischen und sozialen Gesichtspunkten wünschenswert und ökonomisch tragbar sind.

Maßnahmen zur Plastikreduktion können erheblich dazu beitragen, Kunststoffeinträge in die Umwelt zu mindern und für die Unternehmen zudem Wettbewerbsvorteile zu generieren. In einem Reallabor in Heidelberg erproben die Innoredux-Partner in Zusammenarbeit mit einer Reihe von Praxispartnern aus dem Handel und der Zivilgesellschaft, wie Produkte so auf den Markt gebracht werden können, dass möglichst wenig Verpackung entsteht. Dabei sollen nicht nur bereits im Handel eingesetzte Strategien zur Plastikreduktion verstetigt, sondern auch neue, weiterreichende Ideen entwickelt werden. Aus den Ergebnissen des Reallabors werden konkrete Handlungshilfen abgeleitet. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, wie das Potenzial solcher Ansätze aus der Nische in die Breite getragen werden kann.

Praxispartner von Innoredux sind: Alnatura, Annas Unverpacktes Heidelberg, Avocado Store, BUND Bundesverband, BUND Landesgruppe Baden-Württemberg, dm Drogeriemarkt, Memo, Stadt Heidelberg, Unverpackt e.V – Verband der Unverpackt Läden und Zalando.

Struktur der Arbeitspakete des Projektes:

Statuskonferenz, April 2019

Innoredux war eines von 20 Forschungsprojekten, das auf der Statuskonferenz des BMBF-Forschungsschwerpunkts „Plastik in der Umwelt“ vorgestellt und diskutiert wurde. Um die Vernetzung der einzelnen Forschungsprojekte zu gewährleisten, finden regelmäßig Treffen der sogenannten Querschnittsthemen (QST) statt. In der Sitzung der Gruppe QST-4 „Soziale und politische Dimensionen von Plastik in der Umwelt“ gab es seitens Innoredux einen Impulsvortrag zum Verpackungsgesetz. Es ist zu erwarten, dass das Verpackungsgesetz die Innoredux-Verbund- und Praxispartner im Verlauf des Projekts weiter beschäftigen und den Diskurs dieser Projektseite mit prägen wird.

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