Harmonized GHG Emission Factors for Air Travel in Germany

ifeu paper 01/2026

Autor*innen: Michel Allekotte, Jan Kräck, Claudia Kämper

Der Flugverkehr leistet einen erheblichen und wachsenden Beitrag zu den weltweiten Treibhausgasemissionen. Obwohl er für etwa 2–3 % der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich ist, ist die Gesamtklimawirkung des Sektors deutlich höher, wenn Nicht-CO₂-Effekte – wie Stickoxide (NOₓ), Wasserdampf und durch Kondensstreifen verursachte Wolkenbildung – mit einbezogen werden. Diese Emissionen in großer Höhe erhöhen den Strahlungsantrieb und machen den Luftverkehr zu einem der klimaintensivsten Verkehrsträger pro Passagierkilometer. Da die Klimaverantwortung zunehmend an Bedeutung gewinnt, sind genaue Emissionsfaktoren für fundierte Entscheidungsfindung, Transparenz und wirksame Klimaschutzmaßnahmen unerlässlich.

Emissionsintensitätsfaktoren werden in der Klimaberichterstattung weit verbreitet verwendet, unter anderem in Rahmenwerken wie dem Greenhouse Gas Protocol und der Europäischen Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD), und spielen sowohl in institutionellen Treibhausgasinventaren als auch in Rechnern für den persönlichen CO₂-Fußabdruck eine Schlüsselrolle. Harmonisierte Emissionsintensitätsfaktoren sind jedoch nicht für alle Regionen verfügbar. Oftmals mangelt es den angewandten Faktoren an Transparenz. Ziel dieses Beitrags ist es, zu veranschaulichen, wie Emissionsintensitätsfaktoren für den Flugverkehr abgeleitet werden, was ihre Variabilität beeinflusst und warum genaue Abschätzungen wichtig sind. Die Datenquelle und die Berechnungsmethode basieren auf dem Transport Emission Model for Aviation (TREMOD-AV), das vom ifeu für das Umweltbundesamt entwickelt wurde. TREMOD-AV ermöglicht eine Vielzahl von Einstellungen, um sich an spezifische Berechnungsanforderungen anzupassen. In diesem Beitrag werden allgemein anwendbare Emissionsfaktoren für den Flugverkehr vorgestellt, die von öffentlichen oder privaten Institutionen zur Berechnung ihrer Treibhausgasemissionen aus dem Flugverkehr genutzt werden können.

Jahr

2026

Publikationstyp

ifeu paper

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