Transformation des Wohnens im Ein- und Zweifamilienhausbestand. Ressourcenschonend, flächensparend und lebensphasengerecht
In: Forum Wohnen und Stadtentwicklung 3/2026. Schwerpunkt: Kleinstädte im Fokus, S. 127-130. Verbandszeitschrift des vhw, Berlin
Autor*innen: Lars-Arvid Brischke
Der Wohngebäudebestand in Deutschland ist geprägt von Ein- und Zweifamilienhäusern. Diese werden aus ökologischen und sozialen Gründen zunehmend kritisch gesehen. Sie sind energie-, ressourcen- und flächenintensiver als
kompaktere Bauformen und wegen des Remanzeffekts in vielen Fällen nur von Ein- oder Zwei-Personen-Haushalten bewohnt. Durch Schaffung neuer Wohneinheiten und Wohnformen und durch eine zirkuläre Wohnraumnutzung könnten eine bessere Allokation von Haushalts- und Wohnungsgrößen erreicht, Neubau und Neuversiegelung von Flächen vermieden und das Wohnen lebensphasengerecht gestaltet werden. Für eine Verbreitung dieser Ansätze können Kommunen sensibilisieren und informieren, den Zugang zu Beratung und Planung erleichtern oder selbst Bauprojekte für Ersatz- und Ergänzungsbauten umsetzen.