Maßnahmen und Strategien

Der motorisierte Verkehr trägt relevant zu den Treibhausgasemissionen, der Luftbelastung sowie weiteren Umweltwirkungen wie dem Lärm bei. Das ifeu entwickelt sowohl für Behörden und Industrie als auch für Nichtregierungsorganisationen Maßnahmen und Strategien zur Reduzierung der Umweltwirkungen – von der kommunalen Ebene bis hin zur internationalen Ebene. Im Fokus der aktuellen Arbeiten steht dabei der notwendige Transformationsprozess hin zu einer dekarbonisierten Gesellschaft.

Basis für die Arbeiten des ifeu ist eine fundierte Analyse des Status quo und Kenntnis der technologischen und gesetzlichen Entwicklungen im Mobilitätssektor. Unterstützt durch umfangreiche Modelle (TREMOD, eLCAr) und Datenbanken können darauf aufbauend zielgerichtet Maßnahmen entwickelt und bewertet werden.

Das ifeu hat u. a. das Bundesverkehrsministerium lange Zeit bei der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie beraten, war aktiv bei der Begleitung des Klimaschutzplanes 2050 der Bundesregierung und entwickelt derzeit eine Roadmap für die Einführung von Oberleitungs-Lkw.

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Projekte

Caravaning

Klimabilanz von Reisen mit Reisemobilen und Caravans

Wie stehen Reisen mit Reisemobilen und Caravans hinsichtlich ihrer Klimabilanz gegenüber anderen Reisen? Die Studie vergleicht die Emissionen von An- und Abreise, Fahrzeug- und Gebäudeherstellung, Vor-Ort-Mobilität, Übernachtung und Verpflegung.

Technologieneutralitaet

Bestimmung der Umweltauswirkungen konventioneller und alternativ betriebener Fahrzeuge durch Ökobilanzen (LCA)

Der Straßenverkehr hat einen entscheidenden Anteil an vielfältigen Umweltproblemen. Die EU hat sich anspruchsvolle Ziele zur Reduktion verschiedener Umweltbelastungen gesetzt. Um geeignete Minderungsmaßnahmen für den Verkehr zu entwickeln, ist ein besseres Verständnis der Umweltauswirkungen von Straßenfahrzeugen während ihres gesamten Lebenszyklus von größter Bedeutung.

Technologieneutralitaet

Technologieneutralität im Kontext der Verkehrswende

Dieses Vorhaben gibt Antworten auf die Frage, an welchen Stellen das Konzept „Technologieneutralität“ für eine erfolgreiche Verkehrswende zielführend ist – und an welchen nicht.

An Ladesäulen angeschlossene Elektroautos, Elektromobilität

Elektromobilitätskonzept Stadt Ludwigshafen am Rhein

In diesem Projekt wurde ein Konzept für den Aufbau öffentlicher Ladeinfrastruktur in Ludwigshafen erstellt und die Potentiale von Elektrofahrzeugen im städtischen Fuhrpark, bei Linienbussen, Taxen und im Carsharing untersucht. Ergebnis ist ein Katalog von 9 prioritären Maßnahmen.

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Beitrag strombasierter Kraftstoffe zum Erreichen ambitionierter verkehrlicher Klimaschutzziele in Baden-Württemberg

Im Kurzgutachten wird untersucht, welchen Beitrag ein höherer Anteil strombasierter Kraftstoffe im Jahr 2030 zur Minderung der Treibhausgasemissionen des Verkehrs in Baden-Württemberg leisten könnte und Rahmenbedingungen dafür diskutiert. Die Aktivitäten bis 2030 werden als entscheidend für die Industrialisierung und den Markthochlauf von strombasierten Kraftstoffen angesehen.

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Energie- und Klimaschutzziele 2030 in Baden-Württemberg

Das Projekt untersucht alle Treibhausgasemittenten und -senken in Baden-Württemberg: Energiewirtschaft, Industrie, Gebäude, Mobilität, Land- und Forstwirtschaft und Landschaftsnutzung. Es wurde ein Zielszenario berechnet (-90 % THG bis 2050), aus dem die erforderlichen Zwischenziele für 2030 für alle Sektoren abgeleitet wurden.

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THG-Quote als Instrument des Klimaschutzes im Verkehrssektor

Eine weiterentwickelte Treibhausgasminderungsquote könnte als Instrument zum Voranbringen der schwer erfüllbaren Klimaschutzziele im Verkehrssektor dienen. Hierzu wären die bestehenden, stark auf Biokraftstoffe fokussierten Regeln auf EU- und Bundesebene technologieoffen auszugestalten. Der Grundgedanke korrespondiert dabei mit einer auf den Verkehrssektor eingegrenzten Form von Emissionshandel.

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Energieeffizienz und nachhaltiger Verkehr in Zypern

Das Projekt Energieeffizienz und nachhaltiger Transport in Zypern analysiert Potenziale der Nutzung von alternativen Kraftstoffen, d. h. Biokrafstoffe, Erdgas und Elektromobilität im Straßenverkehr und im Seetransportsektor mit dem Ziel, den Anteil erneuerbarer Energiequellen zu erhöhen und die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen bis 2020 und weiter bis 2050 zu reduzieren.

Klimaschutzplan 2050

Wissenschaftliche Beratung beim Dialogprozess des Klimaschutzplanes 2050 der Bundesregierung

Am 14. November 2016 hat das Bundeskabinett den Klimaschutzplan 2050 beschlossen. Die Erstellung dieses Planes wurde von einem Dialogprozess zum Einbezug gesellschaftlicher Akteure begleitet. Das ifeu hat diesen Prozess im Bereich Verkehr wissenschaftlich beraten.

Grün umrandetes, dreieckiges Schild mit einem Gefälle, über dem CO2 steht

Umsetzungsstrategien zur Treibhausgasminderung des Verkehrs bis 2030 und 2050 im Kontext der Elektrifizierung

Eine Erreichung der nationalen Klimaziele ist nur bei vollständiger Dekarbonisierung des Verkehrssektors möglich. In diesem Projekt für das Bundesumweltministerium werden konkrete politische Roadmaps für jeden einzelnen Verkehrsträger zur Erreichung der Treibhausgasneutralität des Verkehrs bis 2050 entwickelt.

2016_ifeu_Studie_Renewbility-III

Renewbility III

Eine vollständige Dekarbonisierung des Verkehrssektors ist möglich – und Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben verschiedene Optionen dafür. Dies zeigen die Ergebnisse der dritten Phase von „Renewbility“.

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Wissenschaftliche Begleitung der Nationalen Klimaschutzinitiative III

Die NKI soll künftig verstärkt auf das Leitbild „100 % Klimaschutz“ ausgerichtet werden. Dazu sollen die notwendigen Förderprogramme entwickelt werden.

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Klimaschutzbeitrag des Verkehrs bis 2050

Ziel des Projekts war es, Minderungsziele der Treibhausgasemissionen für den Verkehrsbereich abzuleiten. Dazu wurde ein Klimaschutzszenario entwickelt und die Wirkung von Vermeidungs- und Verlagerungsmaßnahmen untersucht.

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Entwicklung der Energiesteuereinnahmen im Kraftstoffsektor

Die Energiesteuereinnahmen im Verkehr leisten einen großen Beitrag zum Bundeshaushalt. Daher wurden ihre Entwicklung und Varianten für eine Verlängerung der aktuellen Energiesteuerbegünstigung für LPG und CNG analysiert.

Schild von blauem Himmel, Umweltzone NO x - stickoxidfreie Zone

„Modellstadt Reutlingen“ – Szenarien für die Luftreinhaltung

Im Fachgutachten für die „Modellstadt Reutlingen“ erfolgt eine umfassende Analyse von Maßnahmen zur schnellstmöglichen Einhaltung der europäischen Luftqualitätsgrenzwerte in Reutlingen. Das Gesamtkonzept soll Grundlage für die in einem Urteil des Verwaltungsgerichts Sigmaringen geforderte Fortschreibung des Luftreinhalteplans für Reutlingen sein.

Traktor bringt auf dem Feld Jauche aus

Kommunikationsaspekte zur Stickstoffstrategie

Das Projekt soll die erfolgreiche Umsetzung und Weiterentwicklung einer nationalen Stickstoffstrategie kommunikativ begleiten. Neben der Ermöglichung eines Austausches zwischen relevanten Stakeholdern liegt ein besonderer Fokus auch auf der breiten Öffentlichkeit. Diese soll durch eine verständliche Aufbereitung der komplexen Zusammenhänge informiert und zu Verhaltensänderungen motiviert werden.

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RTD

Das Projekt RTD untersucht, wie Deutschland bis 2050 insgesamt 95% seiner Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 einsparen kann, welche Transformationsschritte dafür nötig sind und welcher gesamtwirtschaftliche Rohstoffbedarf sich für Deutschland bis 2050 und in 2050 ergibt.

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Entwicklung und Bewertung von Effizienzmaßnahmen für Lkw

Ziel des Forschungsvorhabens ist Bewertung regulatorischer Instrumente, welche die Einführung von Technologien zur Senkung der fahrzeugspezifischen Treibhausgasemissionen unterstützen. Neben Ausgestaltungsmöglichkeiten für fahrzeugbezogene CO2-Grenzwerte werden auch komplementäre nationale und europäische Instrumente untersucht.

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Wissenschaftliche Beratung der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie (MKS) der Bundesregierung

Im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) begleitete das ifeu im Konsortium mit DLR, LBST und DBFZ die wissenschaftliche Erarbeitung einer Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie (MKS).

NO2-Bayern

Szenarien zur verkehrlichen NO2-Immissionsbelastung in Bayern

Mit einem Gutachten zu Ursachen von NO2-Grenzwertüberschreitungen und Analysen der Wirksamkeit lokaler Luftreinhaltemaßnahmen hat das ifeu den Freistaat Bayern bei der Begründung der Fristverlängerung für bayerische Luftmessstationen unterstützt.

Kontakt:

Udo Lambrecht

Dipl.-Physiker
Tel.: +49 (0)6221 4767 35
E-Mail: udo.lambrecht@ifeu.de

Frank Dünnebeil

Dipl.-Ing. für Technischen Umweltschutz
Tel.: +49 (0)6221 4767 61
E-Mail: frank.duennebeil@ifeu.de