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Neue Studie: Effizienter und ökologisch vorteilhafter Einsatz von Biomasse auf Grundlage der Nationalen Biomassestrategie
Die Nationale Bioökonomiestrategie, NBÖS, wurde im Jahr 2020 verabschiedet. Sie zielt darauf, mit auf biogener Basis erzeugten Produkten, Verfahren und Dienstleistungen die Transformation in ein post-fossiles Wirtschaftssystem in allen wirtschaftlichen Sektoren zu ermöglichen. Außerdem soll sie dienen, eine wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, Innovation und Wachstum anzuregen und dabei Einkommenschancen in ländlichen Regionen der Industriestaaten wie auch in Ländern des Globalen Südens zu schaffen. Nun ist es aber so, dass die Bioökonomie nicht per se zu einer Verbesserung der Nachhaltigkeit oder gar zu einer Einhaltung planetarer Belastungsgrenzen führt. Vielmehr geht mit einer Ausweitung der Biomassenutzung das Risiko nicht unerheblicher ökologischer Konflikte einher. Eine Steigerung der Produktion in der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei und Aquakultur führt zu Zielkonflikten mit fast allen planetaren Belastungsgrenzen. Auch wenn Biomasse als erneuerbarer Rohstoff gilt, so ist seine Produktion auf die verfügbaren Flächen begrenzt. Mit der zunehmenden Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten steigt somit auch die Nutzungskonkurrenz. Die NBÖS fordert daher auch, dass Biomasse auf fachlich fundierter Grundlage priorisiert für möglichst effiziente und ökologisch vorteilhafte Nutzungen eingesetzt wird.
Genau an diesen Punkten setzt die aktuell veröffentlichte Studie von ifeu und Öko-Institut im Auftrag des Umweltbundesamts an und hat dazu umfassende Grundlagen erarbeitet:
- Sie beschreibt und analysiert die Konfliktpotenziale von Entwicklungen der Bioökonomie mit dem Umwelt- und Naturschutz und quantifiziert die Umwelteffekte der Biomassenutzung heute und für zukünftige Szenarien. Die Potenziale für diese Szenarien wurden in gemeinsamer Arbeit mit Öko-Institut, Thünen-Institut, DBFZ und UFZ ermittelt
- Sie beschreibt und bewertet konkrete Maßnahmen zur Umsetzung einer nachhaltigen Bioökonomie
- Auf der Basis von dafür entwickelten Kriterien wird eine Art ökologische „Merit Order“ zur priorisierten Nutzung von Biomasse hergeleitet, auf deren Ergebnis die verfügbaren Biomassemengen in ein Gesamtnutzungskonzept überführt werden.
Kontakt
Horst Fehrenbach
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