Nachrichtenarchiv
Studie zur CO2-neutralen Landesverwaltung veröffentlicht
Im Auftrag des Hessischen Ministeriums HMLU hat das ifeu untersucht, wie die Landesverwaltung ihre klimapolitischen Ziele bis 2030 erreichen kann. Dafür hat das ifeu verschiedene Szenarien entwickelt, die zeigen, welche Maßnahmen notwendig sind, um die Treibhausgasemissionen der Landesverwaltung deutlich zu reduzieren und langfristig eine netto-treibhausgasneutrale Verwaltung zu erreichen. Die Analyse liefert zudem wichtige Erkenntnisse zu Kosten, Energieeinsparpotenzialen und zur Rolle von Kompensationsstrategien.
Aktuelle Marktanalyse zu Energiedienstleistungen veröffentlicht
Die Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE) untersucht seit Juli 2015 gemeinsam mit einem Konsortium – bestehend aus der Prognos AG, dem ifeu-Institut und Verian – regelmäßig die Märkte für Energieberatung, Energiemanagement und Energie-Contracting in Deutschland. Die Ergebnisse der Analyse für das Jahr 2024 wurden im Oktober 2025 in Berlin im Rahmen einer Präsenzveranstaltung mit ausgewählten Fachleuten präsentiert und diskutiert. Die Präsentationsfolien stehen zum Download bereit. Den Vortrag können Sie auf YouTube anschauen.
Treffpunkt Transformation: Namibia als Wasserstoffpionier
ifeu empfängt Experten zu Chancen, Herausforderungen und Nachhaltigkeit Zur dritten Veranstaltung „Treffpunkt Transformation“ hießen wir Dr. Ludger Eltrop und seinen Doktoranden Tobias Schließ vom Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart als Referenten willkommen. In ihrem Vortrag zum Thema „Wasserstoffproduktion in Namibia“ stellten sie verschiedene Projekte in Namibia, mit Fokus auf das Projekt DAURES Green Hydrogen Village, vor und ordneten es in den globalen Kontext einer sich entwickelnden Wasserstoffwirtschaft ein.
HIBISCUS: Innovative biobasierte Baumaterialien für eine nachhaltige Zukunft
Für das im September 2025 offiziell gestartete europäische Forschungs- und Entwicklungsprojekt HIBISCUS trafen sich zwölf europäische Partner von Forschungs- und Technologieorganisationen über KMU bis hin zu Industriekonzernen zu einem erfolgreichen Kick-off Meeting. Das Projektziel: neuartige, biobasierte Baumaterialien zu entwickeln, um die Abhängigkeit von fossilen Ressourcen zu verringern und den CO₂-Fußabdruck von Gebäuden deutlich zu reduzieren. Koordiniert wird das Projekt von Soprema, einem französischen Baustoffkonzern. Das ifeu übernimmt die integrierte Nachhaltigkeitsbewertung und setzt den „Safe and Sustainable by Design“-Ansatz (SSbD) um, um die Sicherheit und Umweltverträglichkeit der HIBISCUS-Produkte über den gesamten Lebenszyklus zu gewährleisten.
Diskussionspapier „Zukunftsstandard Altbau“ veröffentlicht – Wie wir die Gebäudesanierung beschleunigen und fairer gestalten
Die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden ist ein zentraler Baustein für das Erreichen der Klimaziele. Doch die aktuelle Bundesförderung für effiziente Gebäude BEG stößt an Grenzen: Hohe Kosten, komplexe Anforderungen und soziale Ungleichheiten bremsen energetische Sanierungen aus. Wie lässt sich die Sanierungsrate steigern, ohne Effizienz und soziale Gerechtigkeit aus den Augen zu verlieren? Das heute veröffentlichte Diskussionspapier von Martin Pehnt (ifeu) und Thomas Auer (TU München) liefert konkrete Vorschläge, wie die BEG-Förderung schlanker, fairer und wirksamer gestaltet werden kann – ohne die Qualität der Sanierung zu opfern.
Ein neuer Emissionshandel für Gebäude & Verkehr – TREFFPUNKT TRANSFORMATION mit Dr. Jana Nysten
Gestern Abend begrüßten wir Dr. Jana Nysten von der Stiftung Umweltenergierecht im ifeu Institut Heidelberg zu einem spannenden Vortrag im Rahmen unserer Vortragsreihe “Treffpunkt Transformation - Zukunftswissen im ifeu” zum „Emissionshandelssystem 2“. Die nächste Veranstaltung “Treffpunkt Transformation - Zukunftswissen im ifeu” findet am Donnerstag, 4. Dezember statt. Wir freuen uns auf Referent Dr. Ludger Eltrop vom Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung der Universität Stuttgart. Anmeldung und weitere Informationen: www.ifeu.de
Verzerrte Anreize für Antriebswende: Treibhausgasquote benachteiligt Batterie-Lkw
Die aktuelle Ausgestaltung der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) setzt verzerrte Anreize im Straßengüterverkehr. Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in Zusammenarbeit mit dem ifeu kommt zu dem Ergebnis, dass dieses politische Instrument zur Treibhausgasemissionsminderung energieeffiziente batterieelektrische Lkw gegenüber Lkw mit Wasserstoff-Brennstoffzellen benachteiligt. Dies lässt Potenziale für den Hochlauf batterieelektrischer Antriebe und den Klimaschutz im Straßengüterverkehr ungenutzt. Der Straßengüterverkehr ist für ein Drittel der Verkehrsemissionen in Deutschland verantwortlich. Emissionsfreie Fahrzeuge sind deshalb auf dem Weg in Richtung Klimaneutralität zentral. Sie spielen bislang nur eine geringe Rolle im Schwerlastverkehr, verzeichnen jedoch zuletzt ein deutliches Wachstum, vor allem bei den batterieelektrischen Lkw.
Wohnraumturbo im EFH-Bestand statt Flächenfraß auf der grünen Wiese
Wer in Deutschlands urbanen Zentren bereits auf Wohnungssuche war, weiß: Wohnraum zu finden ist schwierig und häufig unbezahlbar, trotz durchschnittlichem oder gar „gutem“ Gehalt. Als Reaktion darauf haben Bundestag und Bundesrat im Oktober den sogenannten „Bauturbo“ beschlossen und versprechen damit schnellere Genehmigungen und Verfahren, vor allem für Neu-, aber auch für Umbauten. Passend dazu unterbreitet das ifeu im Auftrag des Bundesverbands für Wohnen und Stadtentwicklung e. V. (vhw) den Kommunen darüberhinausgehende, effektive Handlungsempfehlungen zur Wohnraumschaffung im (ungenutzten) Einfamilienhaus-Bestand.
Weltweiter Biodiversitätsverlust – Wie die EU naturverträglichen Konsum fördern kann
14 Tonnen Materialverbrauch pro Kopf – so groß ist laut Eurostat (2024 der Fußabdruck des Konsumverhaltens der Menschen in Europa. Ziel wären 5,5 bis 8 Tonnen, so das Umweltprogramm der Vereinten Nationen. Dieser Verbrauch trägt zum weltweiten Verlust von Biodiversität bei, besonders im Globalen Süden. Eine neue Studie vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und vom Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) beleuchtet die Rolle der Produktion von Soja, Palmöl und Shrimps. Die Forschenden geben Empfehlungen für eine EU-Politik im Einklang mit Zielen des Biodiversitätsschutzes. Diese Woche wurden die Ergebnisse der Studie „Towards nature-friendly consumption“ im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz (BfN) auf einer Onlinekonferenz mit internationalen Expert*innen diskutiert.