Auswirkungen von Speichertechnologien und Wasserstoff-Prozessketten

sowie deren jeweiliger Bedarfe auf Naturschutzbelange

Das Projekt soll die Bewertung der Auswirkungen auf Natur und Landschaft neuer Speichertechnologien sowie eines Ausbaus in seiner Gesamtheit ermöglichen. Hierzu sollen Wissenslücken erkannt und soweit möglich geschlossen werden. 

Das Projekt ist in sechs Arbeitspakete aufgeteilt. Diese umfassen zunächst eine Bestandsaufahme zum aktuellen Stand der Technik sowie zur Forschung- und Entwicklung von Speichertechnologien. Hierbei werden u.a. Steckbriefe von Speichertechnologien erstellt, deren Relevanz sich aus der Literatur-Metaanalyse ergibt.
In einer Metaanalyse zu künftigen Bedarfen von EE-Stromspeichertechnologien werden auf Basis vorhandener Studien Szenarien entwickelt. Ergänzt wird diese Analyse durch Interviews mit Expert*innen sowie Informationen aus der projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG).

Betrachtet werden schließlich auch die politischen Strategien, die regulatorischen Grundlagen und Fördermaßnahmen für den Ausbau von Speichertechnologien. Hierzu wird systematisch analysiert, welche Technologien durch welche Strategie oder Regelung gefördert wird und in welchem Maße. Zur Frage, welche Schwierigkeiten und Hemmnisse für die Umsetzung bestehen, werden Interviews mit geeigneten Ansprechpartner*innen aus der Praxis geführt.

Die Bewertung der Eingriffe in Natur und Landschaft zielt zum einen auf die verschiedenen Speichertechnologien im Einzelnen (bau-, anlagen- und betriebsbedingte Risiken), zum anderen anhand von Szenarien für mögliche zukünftige Ausbaupfade auf die Gesamtheit. In die Szenarien wird auch der Ausbau der Wasserstoffproduktion und dem damit verbundenen Erneuerbarem Strom einbezogen. Die Bewertungskriterien zur Einschätzung der Zielkonflikte mit dem Naturschutz werden aus naturschutzfachlichen Prüfmethoden (u.a. Zugrundelegung bestehender Verfahren aus z.B. FFH-Verträglichkeitsprüfung, artenschutzrechtlicher Prüfung und Eingriffsregelung) sowie auch systembezogenen Bewertungsinstrumenten (Biodiversität in Ökobilanzen) abgeleitet und angewandt. Im Ergebnis werden Eckpfeiler eines naturverträglichen Ausbaus ausgearbeitet.

Beim Thema Wasserstoff spielt die Frage des Importbedarfs eine wesentliche Rolle. Anhand einer Literaturanalyse werden das Ausmaß an diskutierten Importen abgeschätzt und ökologische Nachhaltigkeitskriterien für Wasserstoffimporte und deren Implementierung erarbeitet.

Die Ergebnisse der beschriebenen Arbeiten werden zu einem Papier mit politischen Handlungsempfehlungen gebündelt, welches auch Empfehlungen zu Forschungsschwerpunkten und zum künftigen Vorgehen enthalten wird.

Laufzeit

Dezember 2023 – Oktober 2025

Auftraggeber

Bundesamt für Naturschutz

Partner

LBST - Ludwig Bölkow Systemtechnik GmbH

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