Suprastadt_Spiegelung 1

© Lars Brischke

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SuPraStadt

Lebensqualität, Teilhabe und Ressourcenschonung durch soziale Diffusion von Suffizienzpraktiken in Stadtquartiere

Laufzeit

Mai 2019 - April 2022

Gefördert durch

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Partner

Verbundpartner

Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Frankfurt am Main

Fachhochschule Dortmund, Fachbereich angewandte Sozialwissenschaften

Stadt Dortmund – Ombudsstelle für Bürgerinteressen

Stadt Heidelberg – Amt für Umwelt, Gewerbeaufsicht und Energie

Projektpartner

Förderverein Collegium Academicum Heidelberg e.V.

NH ProjektStadt, Frankfurt am Main

Praxispartner

Transition Town Heidelberg e.V.

BUND Landesverband Baden-Württemberg e.V., Kreisgruppe Heidelberg

konvisionär – Verein für ökologisches Leben in Gemeinschaft e.V., Heidelberg

HageButze GmbH, Heidelberg

Stadtteilverein Bahnstadt e.V., Heidelberg

Projekt „nordwärts“ Dortmund

Vonovia Immobilienservice GmbH, Dortmund

nebenan.de – Good Hood GmbH

Magistrat der Stadt Kelsterbach

Caritas Kelsterbach

Projektbeschreibung

Die nachhaltige Transformation von Städten erfordert es, die Bedürfnisse der Bewohner_innen, insbesondere hinsichtlich sozialer Teilhabe und urbaner Lebensqualität, mit den ökologischen Anforderungen der Nachhaltigkeit wie der Reduktion des Ressourcenverbrauchs sowie der klimarelevanten Emissionen in Einklang zu bringen. Suffizienz ist der strategische Ansatz, mit dem diese Aufgabe adäquat adressiert werden kann: Sie besteht in Veränderungen von Konsummustern, Alltagsroutinen, sozialen und kulturellen Praktiken, die dazu beitragen, innerhalb der ökologischen Tragfähigkeit der Erde zu bleiben. Suffizienzpraktiken im Stadtquartier können z.B. die gemeinschaftliche Nutzung von Flächen, Förderung der Nahmobilität oder selbst erbrachte, gemeinschaftlich organisierte Dienstleistungen sein.

Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die transdiziplinäre Zusammenarbeit mit drei Reallaboren mit drei unterschiedlichen Leitakteuren: Eine zivilgesellschaftliche Initiative in Heidelberg, die Kommune in Dortmund und ein Unternehmen der Wohnungswirtschaft in Kelsterbach. Die Initiative zur Konzeption, Durchführung und Diffusion von Suffizienzpraktiken ging maßgeblich von diesen Leitakteuren aus und die Umsetzung ihrer Initiativen hat bereits begonnen.

Ziel des Heidelberger Reallabors ist es, ein lokales Suffizienznetzwerk aufzubauen, das bestehend aus städtischen und zivilgesellschaftlichen Akteuren zur Diffusion von Suffizienzpraktiken in die verschiedenen Stadtteile und Milieus beiträgt. Im Zentrum des Reallabors steht das Collegium Academicum (CA), eine zivilgesellschaftliche Initiative zum Aufbau eines selbstverwalteten Studierenden- und Auszubildendenwohnheims auf der Fläche des ehemaligen US-Hospitals in Rohrbach. Das ifeu unterstützt das CA in der Entwicklung und Umsetzung geeigneter Suffizienzmaßnahmen. Dazu gehören insbesondere die Bereiche der baubegleitenden Eigenleistungen, der Organisationsstruktur und des geplanten Bildungskonzepts.

Das Forschungsvorhaben zielt darauf ab, eine systematische, wissenschaftlich fundierte Identifikation und Analyse von Suffizienzpraktiken in Stadtquartieren, der Ermittlung und Bewertung ihrer ökologischen und sozialen Wirkungen zu erarbeiten. Zentral ist darüber hinaus die Frage, ob und wie eine Diffusion von Suffizienzpraktiken in ausgewählte soziale Milieus und zwischen diesen erfolgen kann und welche wechselseitigen Lernprozesse dafür notwendig sind. Die Diffusion dieser Praktiken soll durch einen Dialogprozess der Akteure vor Ort mit dem Forschungsteam sowie durch Interventionen aus dem Projekt heraus verstärkt und anschließend analysiert und evaluiert werden.

Die in den drei unterschiedlichen Reallaboren gewonnenen Erkenntnisse können Lösungsansätze liefern, wie Suffizienz als handlungsleitendes Prinzip in bestehende Strategien und Prozessen der Kommune integriert werden kann.

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