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SYSEET – Systemvergleich speicherbarer Energieträger aus erneuerbaren Energien

Laufzeit

März 2017 – November 2018

Auftraggeber

Umweltbundesamt (UBA)

Partner

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)

JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH

Projektbeschreibung

Im Rahmen der europäischen Klimaschutzpolitik und der Beschlüsse des Weltklimagipfels von Paris hat sich Deutschland verpflichtet, den Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen bis 2050 um bis zu 95 Prozent zu senken. Der effizienteste Weg zur Dekarbonisierung ist in den meisten Bereichen, Strom aus erneuerbaren Energien direkt zu nutzen. In manchen Sektoren, wie z.B. dem Flugverkehr und der internationalen Schifffahrt, ist dies aber technisch kaum möglich. Auch Teile der Industrie werden weiter flüssige oder gasförmige Energieträger als Rohstoff, Reduktionsmittel und Brennstoff benötigen. Diesen Bedarf könnten in Zukunft so genannte Power-to-X-Energieträger (PtX) decken. Es handelt sich dabei um synthetische Gase (Wasserstoff, Methan) oder flüssige Kohlenwasserstoffe (Diesel, Benzin, Kerosin, Methanol), die mit Strom aus erneuerbaren Quellen hergestellt werden können.

Ziel des Projektes SYSEET ist es, zu bestimmen, mit welchen Umweltbelastungen die Herstellung dieser speicherbaren Energieträger verbunden ist – heute und im Verlauf des Transformationsprozesses bis 2050. Selbst mit 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen benötigen der Bau der Anlagen und die Transportinfrastruktur Rohstoffe und sind mit Emissionen in Luft und Wasser verbunden. Der für die Synthese von Kohlenwasserstoffen nötige Kohlenstoff muss als CO2 aus Abgasen, der Luft oder aus Biomasse gewonnen werden. Daraus können wiederum Umweltbelastungen resultieren – von der Emission von Feinstaub über Überdüngung bis hin zur Versauerung von Böden und Gewässern.

Die Ergebnisse der Studie sollen eine systematische und umfassende Bewertung von gasförmigen und flüssigen Energieträgern auf Basis von regenerativem Strom und Biomasse ermöglichen. Die Grundlage für den Vergleich stellt die Ökobilanz dieser Stoffe dar, die alle relevanten Umweltwirkungen und den Ressourcenbedarf berücksichtigt.

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