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Abfallwirtschaft
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Abfallwirtschaft

           

 

 

Von der Abfallwirtschaft zur Kreislaufwirtschaft

 

Die Abfallwirtschaft hat sich in Deutschland in den letzten Jahrzehnten kräftig gewandelt. Dominierte anfangs fast nur die Deponierung bei verschwindend geringen Recyclingaktivitäten, so gewann eine zunehmende stoffliche und energetische Verwertung bis heute immer mehr an Bedeutung. Aus den heftigen Konflikten um eine Optimierung der Abfallbeseitigung (Müllverbrennung oder biologische Vorbehandlung) folgten zahlreiche wichtige gesetzliche Regelungen, die zu einem grundsätzlichen Umsteuern in der Abfallwirtschaft geführt haben. Umweltbelastungen aus der Abfallentsorgung wurden deutlich reduziert und ein Stoffstrommanagement aufgebaut, mit dem sich Verwertungssysteme für die verschiedenen Abfallstoffströme etablieren konnten, bei hohen Verwertungsquoten.

 
 
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Ein traditionelles Arbeitsgebiet des ifeu

 

Als das ifeu in einer 1984 bahnbrechenden Veröffentlichung „Ökologische Müllverwertung“ abschätzte, dass 50 % des Hausmülls stofflich verwertet werden könnten, wurden wir von vielen Experten als „Spinner“ bezeichnet. Heute ist dieser Wert überschritten.

In zahlreichen Auseinandersetzungen um Abfallanlagen ebenso wie in verschiedenen Abfallwirtschaftskonzepten für Städte und Landkreise hat das ifeu seitdem konkrete Lösungswege aufgezeigt. Für Entsorgungsgebiete von ungefähr 10 Millionen Bürgern wurden umsetzungsorientierte Konzepte erarbeitet und zwischen politischen Gremien, Verwaltung und Bürgern vermittelt. Aus Risikovergleichen zwischen Deponierung und Müllverbrennung wurden schließlich umfassende Technologiekonzepte für eine abgestimmte Abfallbeseitigung und -verwertung. Für eine Vielzahl von Abfallmassenströmen wurden ökologisch sinnvolle hochwertige Verwertungswege aufgezeigt und in der konkreten Umsetzung begleitet.

Das ifeu hat diese Entwicklungen in Richtung Kreislaufwirtschaft wesentlich mit vorangetrieben:

  • Begreifen von Abfallwirtschaft als System und dessen Bewertung mit Hilfe des Ökobilanzansatzes
  • Bewertung der Mitverbrennung von Abfällen in industriellen Feuerungsanlagen
  • Ermittlung der ökologisch vorteilhaftesten Verwertungsoption unterschiedlichster Abfallarten
  • Modellierung von Materialflüssen in der Abfallwirtschaft zur Bewertung erreichter heutiger und möglicher weiter optimierter Handlungsoptionen

Die Stoffstromsoftware UMBERTO® versetzt das ifeu dabei in die Lage, komplexe Zusammenhänge transparent zu modellieren und effizient auszuwerten.

 

 
 
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Situation heute

 

Die in Deutschland erreichten Standards und etablierten Systeme der Sammlung und Verwertung der unterschiedlichen Abfallmassenströme stehen unter einem starken Druck der Kostenoptimierung und Steigerung der Effizienz. Dies betrifft alle Bausteine des abfallwirtschaftlichen Systems und damit auch die Frage der Sammlung der unterschiedlichen Wertstofffraktionen. Viele Möglichkeiten einer hochwertigen Verwertung sind noch nicht ausgeschöpft. Nur ein an einer nachhaltigen Entwicklung orientiertes Stoffstrommanagement ist in der Lage, die vernachlässigten Vermeidungsbemühungen zu intensivieren und eine hochwertige Verwertung zu fördern. Dabei entfernt sich die Abfallwirtschaft immer mehr von einer Entsorgungsperspektive hin zu einem umfassenden Management von Stoffen und Materialien. Hierauf liegt auch der Fokus des aktuellen Kreislaufwirtschaftsgesetzes, nicht zuletzt auch mit konkreten Vorgaben für Verwertungssysteme.

Abfälle werden verstärkt als Rohstoffe verstanden, die es umfassend und effizient zu bewirtschaften gilt. Eine hochwertige Abfallverwertung zeigt sich darin, die verschiedenen wertgebenden Eigenschaften der unterschiedlichsten Abfallstoffe umfassend aufzugreifen und möglichst vollständig zu nutzen. Die stoffliche Verwertung von Abfallmassen und die Ausbildung von Nutzungskaskaden haben einen neuen Stellenwert bekommen. In vielen Fällen bedarf es noch entsprechender auf die spezifischen Verhältnisse zugeschnittener konkreter Handlungsstrategien und die Begleitung in der Umsetzung vor Ort. Unter dem Gesichtspunkt des Ressourcenschutzes hat auch die Abfallvermeidung jüngst eine größere Aufmerksamkeit bekommen.


 
 
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Arbeitsschwerpunkte

 

Derzeit finden Sie genauere Informationen zu folgenden Arbeitsschwerpunkten:

Abfallvermeidung / Weiterverwendung

Optimierung der Bewirtschaftung von mineralischen Bauabfällen

Optimierung der Bewirtschaftung von Abfallbiomassen

Verpackungen

Klima- und Umweltschutzpotentiale

Nutzung anthropogener Lager

Ökobilanzen der Abfallwirtschaft

Umweltverträgliche Abfallentsorgung

-> Referenzliste "Abfallwirtschaft"

 
 
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Ansprechpartner

 

Ansprechpartner für den Bereich Abfallwirtschaft ist Florian Knappe
(06221/4767-26;
florian.knappe@ifeu.de).

 
 
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 Druckversion  Link zu dieser Seite versenden Letzte Änderung: 09. 11. 2015