Nachrichtenarchiv

Veröffentlichung von Netzwerk- und Informationstools mit einer breiten Übersicht zu regionalen Klimaschutzaktivitäten in den Bereichen Wärme, Mobilität, Lebensmittelversorgung und Konsum

Welche Umsetzungsmöglichkeiten haben Kommunen und Regionen den Klimaschutz zu stärken und zu strukturieren? Wie können sie die Handlungsansätze Suffizienz, Effizienz und Konsistenz zusammendenken, um Klimaschutz ganzheitlich zu betrachten? Um diese Fragen interaktiv als Netzwerk oder einzelne Region/ Kommune beantworten zu können, hat das ifeu im Projekt Transform-R ein frei zugängliches Netzwerktool entwickelt.

Luftaufnahme von oben auf ein gelb blühendes Rapsfeld mit Linien von Traktorspuren und grünem Wald an einem sonnigen Frühlings- oder Sommertag.

16 Tonnen Rohstoffe pro Kopf: Ressourcenbericht für Deutschland veröffentlicht

Der Rohstoffkonsum in Deutschland lag 2019 bei 16 Tonnen pro Kopf und damit 30 % über dem globalen Durchschnitt. Klima und Rohstoffnutzung sind eng verknüpft: Entnahme und erste Verarbeitung von Rohstoffen sind für 40 % unserer Treibhausgasemissionen verantwortlich. Diese und weitere Zahlen liefert der dritte Ressourcenbericht für Deutschland, der vom Umweltbundesamt veröffentlicht und vom ifeu mitverfasst wurde. Auf dreißig Doppelseiten werden umfassende Daten und Zusammenhänge zur Rohstoffnutzung in Deutschland dargestellt und diskutiert. In einem Spezialkapitel werden Szenarien für die Rohstoffnutzung der Zukunft beleuchtet.

Abschluss des Projektes SuPraStadt – Suffizienz-Theorie und -Praxis in Stadtquartieren in Heidelberg, Dortmund und Kelsterbach

In einer dreijährigen transdisziplinären Zusammenarbeit des ifeu mit Forschungsinstituten, Kommunen, Wohnungswirtschaft und zivilgesellschaftlichen Initiativen wurden Suffizienzpraktiken in Heidelberg-Rohrbach, Kelsterbach-Mainhöhe und Dortmund-Westerfilde konzipiert und umgesetzt. Dabei wurde in drei Reallaboren untersucht, wie Suffizienz zu Lebensqualität, sozialer Teilhabe und Ressourcenschonung in Stadtquartieren beitragen kann. In acht unterschiedlichen Formaten wurde die soziale Diffusion von Suffizienzpraktiken in unterschiedlichen Handlungsfeldern erprobt. Der Endbericht dokumentiert die zentralen Ergebnisse des Projektes.

Elektro-Lkw für die Praxis: Unabhängige Online-Beratung zu Betriebskosten aller Modelle

Speditionen und Einzelhändler können auf my-eRoads.de jetzt binnen weniger Minuten checken, was ein Elektro-Lkw sie im Vergleich zum Diesel kostet. Ob Langstrecke oder innerstädtische Zustellung: Die wirtschaftliche Analyse basiert auf konkreten Einsatzprofilen und umfasst nahezu alle heute verfügbaren E-Lkw-Modelle. my-eRoads.de geht damit nach anderthalbjähriger Beta-Phase als eine der größten herstellerunabhängigen Datenbanken für E-Lkw im deutschen Sprachraum online.

Studie zu methodischen Fragen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) veröffentlicht

Das GEG sieht als derzeitige Anforderungsgröße Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverluste vor. Das von einem Gutachter-Konsortium unter Leitung des ifeu erstellte Kurzgutachten untersucht alternative Anforderungsgrößen, die Weiterentwicklung des Referenzgebäudeverfahrens und die Wirtschaftlichkeit von Anforderungen nach dem Standard "Effizienzhaus 55". „Wir schlagen die Kenngrößen Treibhausgase, Endenergie und Heizwärmebedarf für eine Novelle des GEG sowie einen fortgeschriebenen Gebäudestandard vor“, sagt Projektleiter und ifeu-Geschäftsführer Martin Pehnt.

Startschuss für den Klima-Aufbruch in Erlangen

Der Erlanger Stadtrat hat mit seiner Entscheidung am 27. Oktober festgelegt, den „Fahrplan Klima-Aufbruch“ zur Grundlage seines weiteren Handelns zu machen. Der Fahrplan Klima-Aufbruch wurde gemeinsam mit sämtlichen klimarelevanten Akteuren in Erlangen (Vertretende aus Bürgerschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft) erarbeitet und enthält 41 Maßnahmen, mit denen Erlangen in seinem Einflussbereich einen großen Schritt hin zur Klimaneutralität bis 2030 machen kann.

Zu sehen ist die Luftaufnahme einer Kläranlage mit Grauwasser-Recycling.

Ausstieg aus Öl und Gas: Abwasserwärmenutzung aus dem Auslauf von Kläranlagen als Potenzial für die Wärmewende?

Die Wärmeversorgung von Gebäuden erfolgt heute noch zu 75% durch Gas- und Öl-Heizungen und ist für knapp ein Viertel der Treibhausgasemissionen in Baden-Württemberg verantwortlich. Gleichzeitig steht der Einsatz fossiler Energieträger für die Gebäudewärme angesichts der politischen und wirtschaftlichen Verwerfungen in Folge des Ukraine-Krieges unter Druck. Gerade für Bestandsgebäude müssen alternative, klimafreundliche Wärmequellen zugänglich gemacht werden. Ein bisher kaum genutztes Wärmepotenzial steckt im Abwasser aus Haushalten und Gewerbe: Eine landesweite Standortanalyse ergab, dass von rund 900 Kläranlagen in Baden-Württemberg 258 ein technisch-wirtschaftlich nutzbares Einspeisepotenzial bereitstellen können.

Rückenansicht eines Mannes vor einem Screen, auf dem Icons die Reduktion von CO2-Emissionen für die Sektoren Energie, Industrie und Verkehr darstellen.

Industrie 2030: Mehr Klimaschutz möglich mit künstlichem Biokraftstoff

Mit Butanol als „Biokraftstoff der dritten Generation“ lassen sich schon 2030 erste Erfolge für den Klimaschutz in der Industrie erreichen. Das ist das Ergebnis einer Ökobilanz (LCA) des ifeu innerhalb einer Untersuchung zu den „Optionen für ein nachhaltiges Energiesystem mit Power-to-X-Technologien“. Lesen Sie mehr zum Kopernikus-Projekt P2X.

Das Bild zeigt die jury des Bundespreis Ecodesign 2022, v.l.n.r. Dr. Bettina Rechenberg, Prof. Friederike von Wedel-Parlow, Andreas Detzel, Prof. Nicole Schneider in Vertretung von Prof. Dr. Claudia Perren, Anja Mager in Vertretung von Dr. Bettina Hoffmann MdB, Prof. em. Günter Horntrich, Werner Aisslinger, Paula Raché in Vertretung von Prof. em. Anna Berkenbusch, Prof. Matthias Held.

Bundespreis Ecodesign 2022: Jury gibt Nominierte bekannt

Anfang letzter Woche hat die Jury des Bundespreis Ecodesign unter Mitwirkung von ifeu-Geschäftsführer Andreas Detzel in einer zweitägigen Sitzung 137 Beiträge gesichtet und bewertet. Nach eingehender Betrachtung nominierten die Umwelt- und Designexpert*innen 28 Projekte für den Bundespreis Ecodesign 2022. Welche Einreichungen sich als preiswürdig erweisen, wird am 5. Dezember bei der Preisverleihung durch Bundesumweltministerin Steffi Lemke verkündet.